Um 13.36 Uhr des Montag, 30. Jänner 2023, wurde die Höhenrettergruppe der Freiw. Feuerwehr Alkoven zu einem Personenrettungseinsatz in die Gemeinde Wilhering alarmiert. “Verletzter Arbeiter am Dach” lautete die Einsatzinformation.

Zuvor waren die drei Wilheringer Feuerwehren alarmiert worden. Aufgrund des Meldebildes alarmierte der Disponent auch die nächstgelegene Höhenrettergruppe → dies war im Bereich des Kreisverkehrs in Hitzing jene der Feuerwehr Alkoven. Aufgrund der Vereinbarung, dass – um für jeden Aufwand gerüstet zu sein – immer zwei Gruppen zu alarmieren sind, wurde über die Feuerwehr Alkoven auch die Alarmierung der Höhenrettergruppe Axberg in Auftrag gegeben.

Die Höhenretter Alkoven rückten in weiterer Folge mit dem Mannschaftstransporter und – aufgrund der lokalen Nähe – auch mit der Teleskopmastbühne aus, da nicht bekannt war, dass in der Zwischenzeit aufgrund der örtlichen Nähe auch noch die Leondinger Drehleiter in Bewegung gesetzt worden ist.

Vor Ort stellte sich dann ein verletzter Arbeiter auf einem Flachdach heraus. Um über die Drehleiter an diesen zu gelangen, wurden Teile des Gerüstes abmontiert. Darauf war es möglich, mit der auf der Ruflinger Bezirksstraße platzierten Drehleiter den betroffenen Dachbereich zu erreichen. Nach dem späteren Eintreffen des Notarztes und der Erstversorgung des Verletzten konnte dieser per Korbschleiftrage und Drehleiter zu Boden gebracht und dem Rettungsdienst zum Transport ins Krankenhaus übergeben werden.

Gegen 15 Uhr war der Personenrettungseinsatz für alle eingesetzten Kräfte beendet.

Am Montag, dem 30. Jänner 2023, wurden die beiden Alkovener Feuerwehren zu einem Brandverdacht in Alkoven alarmiert. “Container bei der Leichenhalle brennt” war auf den Personenrufempfängern zu lesen.

Wie sich vor Ort im Zuge der Ermittlungen durch die Polizei herausgestellt hat, dürften drei Jugendliche im Bereich des Abfallhaufens hinter dem Friedhof einen Müllcontainer in Brand gesetzt haben. Der Kleinbrand war rasch abgelöscht, Per 13.15 Uhr war auch der Einsatz beendet.

Während ein Teil der Alkovener Einsatzmannschaft am 24. Jänner 2023 in Hörsching im Brandeinsatz stand, gelangte ein weiterer Einsatzauftrag telefonisch ins Feuerwehrhaus Alkoven ein. Ein Autolenker war mit dem Pkw in der Ortschaft Forst von der Straße abgekommen, über eine Böschung gerutscht und an einem Baum hängen geblieben.

Noch im Feuerwehrhaus anwesende Mitglieder rückten daraufhin kurz nach 14 Uhr mit dem Kranfahrzeug nach Forst aus und wurden dort von Feuerwehrleuten aus Polsing unterstützt.

Für die entsprechende Zugrichtung – um weiteren Schaden am Auto zu vermeiden – wurde ein etwas stärker Zugwinkel gewählt und der Pkw somit vom Baum weg und wieder auf die Fahrbahn zurückgezogen.

Um 15.20 Uhr war die Mannschaft wieder ins Feuerwehrhaus eingerückt.

Gemeinsam mit insgesamt 12 Feuerwehren wurde die Freiw. Feuerwehr Alkoven am Dienstag, dem 24. Jänner 2023, um 13.08 Uhr zum Brand in einem Unternehmen in Hörsching, Bezirk Linz-Land, alarmiert. Das Hubrettungsgerät (Teleskopmastbühne) wurde angefordert.

Nachdem die Hörschinger Feuerwehren um 12.55 Uhr zu einem Brandmeldealarm in ein Unternehmen in Neubau in Hörsching alarmiert wurden sind, wurde seitens der Landeswarnzentrale aufgrund der eingehenden Notrufe über ein offenes Feuer im Dachbereich in weiterer Folge Alarmstufe II ausgelöst. Für die Unterstützung des derzeit im Testbetrieb befindlichen Drill-X-Bohrlöschgerätes, das von der Berufsfeuerwehr Linz kommt, wurde auch die Teleskopmastbühne der Feuerwehr Alkoven alarmiert. Aus taktischen Gründen rückt diese in den meisten Fällen auch in Begleitung mit dem Tanklöschfahrzeug aus. So wie auch heute.

Ersten Angaben zufolge war es in dem Unternehmen zum Brand in der Lackiererei gekommen. Rasch war ein weithin sichtbarer Rauchpilz über der Firma zu sehen. Die eintreffenden Feuerwehren hatten die Lage jedoch recht rasch im Griff. Per 14.00 Uhr ist die Feuerwehr Alkoven mit dem Tanklöschfahrzeug und der Teleskopmastbühne bei den Nachlöscharbeiten im Bereich des Daches eingesetzt.

Per 14.20 Uhr wird das Dach geöffnet, um das Davonlaufen des Feuers unterhalb des Daches zu verhindern. In weiterer Folge konnte schlussendlich festgestellt werden, dass eine Ausbreitung unterhalb der Dachkonstruktion nicht mehr weiter stattgefunden hat.

Per 16.25 Uhr war die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges wieder im Feuerwehrhaus Alkoven eingerückt. Die Teleskopmastbühne rückte mit 16.44 Uhr nach Alkoven ein.

Feuerwehren im Einsatz:

FF Alkoven, FF Axberg, FF Breitbrunn, FF Hörsching, FF Kirchberg-Thening, FF Leonding, FF Oftering, FF Pasching, FF Rutzing, FF Traun, BTF Nettingsdorfer Papierfabrik AG Co Kg und BF Linz (Drill-X).

Über Gruppenalarm wurde die Höhenrettergruppe der Feuerwehr Alkoven um 08.18 Uhr des 19. Jänner 2023 zu einer Personenrettung ins Industriegebiet von Pasching, Bezirk Linz-Land, alarmiert. Ebenso in Marsch gesetzt wurden die Feuerwehr Pasching, die Höhenretter aus Axberg sowie die Drehleiter aus Leonding.

Der Landeswarnzentrale in Linz wurde zuvor ein Arbeitsunfall mit einem Verletzten auf dem Dach einer Baustelle gemeldet. Aufgrund dieser Alarmmeldung werden dann Einheiten für alle möglichen Rettungsvarianten alarmiert. Neben der Rettung flog auch noch der Rettungshubschrauber an.

Vor Ort zeigte sich dann, dass ein Arbeiter am Dach einer zu errichteten Halle zwar verletzt worden ist, er aber nach der Erstversorgung noch selbst in der Lage war, sich vom Gebäude zu bewegen. Für die Feuerwehrkräfte war der Job somit erledigt.

Man nahm noch die Einladung auf Frühstückskaffee bei der Feuerwehr Pasching an und nahm die Gelegenheit wahr, das noch recht neue und überaus gelungene Gebäude für den bevorstehenden Neubau des Feuerwehrhauses Alkoven zu inspizieren. Gegen 09.30 Uhr waren sämtliche Kräfte wieder eingerückt.

Freiw. Feuerwehr Axberg

Freiw. Feuerwehr Pasching

Das Wendemanöver eines Paketzustellers führte am Montag, dem 16. Jänner 2023, in der Langsiedlung in Straßham zu einem Bergeeinsatz durch die Feuerwehr Alkoven.

Der Lenker eines Paketzustelldienstes wollte am Nachmittag des 16. Jänner 2023 nach einer Zustellung seinen Transporter auf einer Grünfläche wenden. Dabei fuhr sich dieser mit dem Fahrzeug fest, so dass es kein vor und kein zurück mehr gab.

Telefonisch wurde die Feuerwehr informiert, die in weiterer Folge per Seilwinde des Rüstlöschfahrzeuges die Bergung des Transporter vornahm und dem Lenker dann die Weiterfahrt ermöglichte.

Zu einem Verkehrsunfall auf der B 129 in Höhe von Straß wurden die Feuerwehren Alkoven und Polsing am Freitag, dem 13. Jänner 2023, um 15.29 Uhr alarmiert. Da im Feuerwehrhaus Alkoven gerade eine Höhenretterweiterbildung stattgefunden hat, rückten die Kräfte unverzüglich aus.

Beim Eintreffen am Unglücksort auf der B 129 in Höhe einer Zufahrt in Straß zeigte sich kurzfristig einmal mehr die potenzielle Schattenseite des Einsatzjobs, da eines der unschuldig hauptbeteiligten Fahrzeuge zu Angehörigen einer der erstausgerückten Feuerwehrleute zählte. Glücklicherweise kamen alle drei Beteiligten glimpflich davon, eine Frau wurde jedoch zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert.

Sie wollte zuvor von Eferding kommend in Straß nach links abbiegen. Die Frau brachte ihr Auto zum Stillstand und wartete den Gegenverkehr ab. Ein nachkommender Autolenker gab zwar an, das abbiegende Fahrzeug noch gesehen zu haben, krachte dann jedoch in das Heck der Wartenden. Mit voller Wucht wurde der Pkw dann in den Gegenverkehr geschoben, worauf es zu einer weiteren, wuchtigen Frontalkollision gekommen ist.

Ein Pkw blieb auf der B 129 stehen, das Auto des entgegenkommenden Lenkers wurde in die Wiese auf der linken Seite (Richtung Alkoven gesehen) geschleudert und kam dort zum Stillstand. Der Pkw des Auffahrenden wurde hingegen in den Straßengraben geschleudert und kam unmittelbar vor den Bahngleisen der Linzer Lokalbahn zum Stillstand

Sanitäter des Samariterbundes Alkoven kümmerten sich um alle drei Unfallbeteiligten, während die Polizei die Unfallaufnahme in Angriff nahm und die beiden Feuerwehren die Verkehrswegsicherung in Angriff nahmen. Im Anschluss wurde ein Unfallfahrzeug mit dem Kran geborgen und von der Unfallstelle entfernt. Das neben den Bahngleisen stehende Auto wurde ebenso per Kran geborgen und auf der anderen Seite in der Zufahrt abgestellt, von wo es von einem Abschleppdienst abtransporiert worden ist.

Nach dem Binden ausgeflossener Betriebsmittel und dem Reinigen der Fahrbahn war der Einsatz für die Feuerwehr nach etwas zwei Stunden mit 17.32 Uhr beendet.

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Eine Woche nach einem Brandverdacht im Betreuten Wohnen in der Kirchenstraße in Alkoven wurde die Freiw. Feuerwehr Alkoven am Mittwoch, dem 11. Jänner 2023, wieder mit dem Stichwort “Brandverdacht” ins gleiche Gebäude alarmiert – bislang waren dort über Jahre keine Hilfeleistungen zu verzeichnen.

Dieses Mal war es jedoch eine andere Wohnung im 1. Stock des Gebäudes. Die ersteintreffenden Kräfte konnten vor dem Gebäude leichten Brandgeruch wahrnehmen. Aus diesem Grund wurde am Vorplatz die Teleskopmastbühne in Stellung gebracht, während sich weitere Feuerwehrleute zur betroffenen Wohnung aufmachten.

Dort stellte sich heraus, dass die Ursache eine ähnliche war, wie es bereits vor einer Woche der Fall gewesen ist. Beim Kochen verlief der Prozess nicht ganz so wie vorgesehen und es kam zum Anbrennen von Speisen. Diese hatten dann den Brandgeruch und die leichte Rauchentwicklung ausgelöst.

Die Nachalarmierung der Feuerwehr Polsing, die Sekunden zuvor in Auftrag gegeben worden ist, konnte somit durch die Klärung der Sachlage unterlassen werden.

Nach den entsprechenden Kontrollen rückte die Feuerwehr Alkoven, die mit vier Fahrzeugen und 22 Kräften ausgerückt war, wieder einrücken. Einsatzende: 18.12 Uhr.

Mit 6. Jänner 2023 konnte die Feuerwehr Alkoven nach zwei Jahren wieder zum traditionellen Termin ihre Vollversammlung austragen und Bilanz zum abgelaufenen Jahr 2022 ziehen. Dieses war von 193 Einsätzen und einem Gesamtaufwand von fast 16.500 Arbeitsstunden geprägt.

Im Zuge der Vollversammlung – Bericht folgt – legte die Feuerwehr Alkoven Bilanz zum abgelaufenen Jahr 2022. 193 Einsätze, die Indienststellung des neuen Kleinlöschfahrzeuges sowie der gestartete Architektenwettbewerb für das neue Feuerwehrhaus waren drei markante Eckpfeiler der letzten 12 Monate. Einen Überblick dazu bietet Ihnen der Jahresbericht, der auf 40 kompakten Seiten einen Überblick zum Jahr 2022 liefern soll. In bewegten Bildern finden Sie in diesem Beitrag auch die bei der Vollversammlung präsentierte Zusammenfassung.

Auf 40 Seiten finden Sie hier eine Zusammenfassung über das Geschehen in der Feuerwehr Alkoven im Jahr 2022.

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Im Anschluss finden Sie die Einleitung des Kommandanten Markus Unter aus dem Jahresbericht 2022.

Geschätzte Leser, liebe Feuerwehrkameraden!

Ein bewegendes Jahr 2022 ist Geschichte. Der Wegfall der Corona-Maßnahmen hat sich nicht nur in der Gesellschaft entsprechend befreiend ausgewirkt, sondern auch die Feuerwehr Alkoven wieder auf ihr „normales“ Arbeitsniveau zurückgebracht.  Das sieht man nicht nur am Plus von über 5.000 Arbeitsstunden in der Organisation, was einem leichten Anstieg gegenüber dem letzten „normalen“ Jahr 2019 entspricht. Wir sind dahingehend wieder auf Kurs und bewerkstelligten letztes Jahr somit über 16.000 freiwillige Arbeitsstunden, was bereits einem Potenzial von fast acht Mitarbeitern (ohne Urlaub etc.) entspricht.

Sehr breite Anforderungspalette

193 Einsätze brachten 2022 eine enorme Vielfalt an Hilfeleistungen mit, die die ganze Palette an Notfällen und Schadenslagen an den Tag gelegt haben. Ob es nun eine schwierige Menschenrettung nach einem Verkehrsunfall, die knifflige Bergung ohne weiteren Schaden zu verursachen oder der viele Entscheidungen erfordernde Assistenzeinsatz bei einem Brand gewesen ist → aufgrund der geographischen Lage und Gegebenheiten sowie der vorgehaltenen Stützpunkte in Alkoven ist das Anforderungsprofil für eine Feuerwehr einer 6.000-Einwohner-Gemeinde wirklich breit aufgestellt. Umso mehr danke ich an dieser Stelle meinen Kameraden für die Zuverlässigkeit, die Professionalität, das Verantwortungsbewusstsein und die anhaltende Bereitschaft, sich einzubringen und auch weiterzubilden.

Wenn der Hut brennt …

Es wird heutzutage viel von der Feuerwehr erwartet. Wird man gelegentlich vielleicht auch mal nur als Bittsteller und Kostenfaktor gesehen, spätestens dann, wenn der Hut brennt, greift man aber dann doch mit Selbstverständlichkeit und der entsprechenden Leistungskompetenz auf die Feuerwehr zurück.

Die bewegte Jahreszusammenfassung 2022 der Feuerwehr Alkoven

Feuerwehrhausneubau kommt endlich ins Rollen

Mit großer Dankbarkeit darf ich hier im Namen der gesamten Feuerwehr jedoch auf die Entwicklung der Beziehungen mit der Gemeinde und den politischen Verantwortlichen blicken. Die letzten Jahre haben hier eine enorme Steigerung des gegenseitigen Verständnisses mit sich gebracht und auch der alltäglichen Arbeit gut getan. Der schon sehr lange diskutierte und vor zwei Jahrzehnten sogar vom Gemeinderat initiierte Beschluss zum Neubau des Feuerwehrhauses, der nun 2022 endlich spürbar und nachweislich in Fahrt gekommen ist, stellt die Spitze des Eisberges dieser wohlwollenden Zusammenarbeit dar. Für meinen Nachfolger und eben auch für die Mannschaft hoffe ich, dass sich dieser Trend fortsetzt. Als Feuerwehr sehen wir uns kontinuierlich mit der „Problematik“ konfrontiert, dass wir fast immer in der Lage sind, auch aus nichts etwas zu machen und damit zu arbeiten. Das ist nicht immer gut, denn irgendwann geht die Motivation verloren. Genau diese Motivation hat unser Team aber nun verstärkt vor Augen, wenn wir in absehbarer Zeit mit einer neuen Unterkunft nicht nur alles in einem Haus haben und die Ausrüstung nicht mehr in drei verschiedenen Gebäudeteilen verstreut ist, sondern auch organisatorisch und taktisch endlich von einem zeitgemäßen Gebäude aus unsere Arbeit erledigen können. Ebenso wird dann der Platz vorhanden sein, nicht nur Katastrophenschutz-Ausrüstung entsprechend vorzuhalten, sondern auch das Raumangebot für einen Krisenstab zur Verfügung zu haben, ohne wie bisher dauernd durch die Toilette gehen zu müssen, um zwischen den Stäben zu wechseln. Aber ein Blick ins aktuelle Feuerwehrhaus sollte auch den größten Kritiker davon überzeugen, dass die Zeit mehr als reif für den Neubau ist. Nochmals Danke daher, dass wir diesen Zug nun trotz der schwierigen Zeiten gemeinsam und geschlossen ins Rollen gebracht haben.

Altes Löschfahrzeug ausgetauscht

Im Sommer 2022 konnten wir das 29 Jahre alte Löschfahrzeug (Mercedes 814D) gegen ein neues Kleinlöschfahrzeug ersetzen. Aufgrund der frühzeitigen Beschaffung des Fahrgestells konnten wir dahingehend noch eine rechtzeitige Lieferung erwirken und auch den eingetretenen Teuerungen noch spürbar entgegenwirken. Aufgrund der Vereinbarung mit der Feuerwehr Polsing sind wir auf ein Kleinlöschfahrzeug anstatt eines großen Löschfahrzeuges „zurückgestiegen“. Es war zwar nicht einfach, in den 5,5 Tonner alles zu packen, was wir dafür geplant hatten, mit den vorhandenen Möglichkeiten sind wir aber überzeugt, ein wendiges Löschfahrzeug geschaffen zu haben, das mit der erweiterten Ausbildung erstmalig auch von B-Führerschein-Besitzern gelenkt werden darf.

Hier finden Sie die Reportage zum neuen Fahrzeug: KLF-A auf Mercedes Sprinter

Wenige Monate nach Auslieferung des Fahrzeuges wurde dann vom Landes-Feuerwehrverband die Tonnagen-Beschränkung dieser Fahrzeugklasse auf 7 Tonnen angehoben. Für uns kam diese Entscheidung leider zu spät, denn stromtechnisch mussten wir durch den Verlust des 30 kVA-Einbauaggregates beim Vorgänger nun doch einen markanten Verlust hinnehmen. Aber kein Schatten ohne Licht, denn beim Feuerwehrhausneubau kam das neue Raumordnungsprogramm für Feuerwehrhäuser seitens des Landes Oberösterreich noch punktgenau, bevor die Architekten ihre Planungen in Angriff genommen haben. Hier werden beispielsweise größere Garderoben, ein Katastrophenschutzlager etc. vorgesehen, was bislang nicht geregelt bzw. berücksichtigt war.

Taktische Weichenstellungen

Noch rechtzeitig vor den Planungen für das Feuerwehrhaus wurde seitens des Landes-Feuerwehrverbandes und der Gemeinde sowie der Feuerwehr auch noch die Gefahren- und Entwicklungsplanung (GEP) durchgeführt. Diese bewertet die Bedingungen für die Feuerwehren innerhalb der Gemeinde nach Anzahl an Objekten, Löschwasser-Verfügbarkeiten, Anfahrtszeiten etc. Daraus resultiert dann die Einstufung in die sogenannte Pflichtbereichsklasse, die dann wiederum vorschreibt, was die Gemeinde an Fahrzeugen und Ausrüstung für den Brand- und Katastrophenschutz vorzuhalten halt. Die Gemeinde Alkoven ist nun in der Klasse 5 eingestuft, was unter anderem das Vorhalten eines Hubrettungsgerätes – diese werden seit 2022 bei Neubeschaffung aufgrund der überörtlichen Einsätze zu 90% vom Land und Landes-Feuerwehrverband gefördert – sowie auch das Vorhalten von drei Tanklöschfahrzeugen vorsieht. In den nächsten Jahren wird es somit auch zur Indienststellung eines Tanklöschfahrzeuges bei der Feuerwehr Polsing kommen, um auch die vorgeschriebenen Hilfsfristen einhalten zu können. Zur Komplettierung des zweiten Löschzuges bei der Feuerwehr Alkoven kommt im Gegensatz dazu ein Fahrzeug aus Polsing nach Alkoven.

Ebenso wurden mit dieser GEP die Ersatzbeschafffungsmodalitäten – welches Fahrzeug ist wann zu ersetzen – festgelegt. Damit erhält die Gemeinde für die nächsten zehn Jahre einen Fahrplan, was auch den budgetären Weitblick ermöglichen und unerwartete Überraschungen ausschließen soll. Das bei der Feuerwehr Alkoven vorgehaltene Kranfahrzeug ist übrigens ein Stützpunktfahrzeug des Landes-Feuerwehrverbandes. So wie bei den Booten werden die Anschaffungskosten hierbei vom Katastrophenschutz getragen. Die Gemeinde als Nutznießer für dieses aber auch überregional agierende Equipment ist dann für die Erhaltung verantwortlich. Der Landes-Feuerwehrverband hat hierbei übrigens mitgeteilt, dass das Kranfahrzeug aus dem Jahr 1998 in drei Jahren (2026) gegen ein WLF-K2 ersetzt werden wird, ein Vierachs-Fahrgestell mit Wechsellader und schwerem Kran.

Das Stützpunktfahrzeug aus dem Jahr 1998 wird 2026 durch den Katastrophenschutz ausgetauscht.
Das 2026 in den Dienst zu stellende Fahrzeug verfügt über einen schweren Kran und Wechsellader.

Viele viele Räder im System

Die zuvor beschriebene GEP ist nur ein kleines Rädchen im System der Vielzahl an organisatorischen Arbeiten, die es in der Feuerwehr abzuarbeiten gibt. Den meisten ist dies wohl gar nicht bewusst, was hinter den geschlossenen Türen der Feuerwehr oft alles nötig ist. Feuerwehr nimmt man meist nur im Einsatz wahr, wenn die Sirene möglicherweise nervt,  vielleicht bei einer Übung oder weil sie Geld benötigt. Wie in einem funktionierenden Getriebe sind es jedoch ganz viele Rädchen, die sich drehen müssen, um das gesamte Werk am Funktionieren zu halten. All meinen Kameraden gilt hier mein aufrichtiger Dank, dass jedes Mitglied eines dieser Rädchen darstellt.

Zeit für einen neuen Besen

Die Vielfalt an Aufgaben in einer Führungsfunktion ist klarerweise auch mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Wir zählten 2022 bereits zwei Mitglieder, deren Tätigkeitsaufzeichnungen eine Summe von jeweils über 1.000 (freiwillige, unbezahlte) Arbeitsstunden bildeten. Und viele Mitglieder halten ihre Aufwände oft gar nicht fest. Nach dem Wirken als Kommandant-Stellvertreter, Feuerwehr- und Pflichtbereichskommandant von Alkoven sehe ich es nun an der Zeit, einem neuen „Besen“ Platz zu schaffen. Ein neuer Besen kehrt vielleicht nicht immer unbedingt nur besser, aber er kehrt vielleicht anders und mit neuer Motivation.

Feuerwehrkommandant Markus Unter.

Feuerwehr wird beruflich als auch freiwillig in Alkoven dennoch mein Wegbegleiter bleiben, nur eben nicht mehr an vorderster Front. Somit ist es an der Zeit DANKE zu sagen. Danke an all meine Wegbegleiter in schwierigen, kniffligen, aber auch lustigen und emotionsgeladenen Zeiten. Eben Feuerwehr in seiner ganzen Vielfalt.

DANKE

Allen politisch Verantwortlichen gilt mein Dank für die gute Zusammenarbeit, die sich – wie erwähnt – in den letzten Jahren auf ein sehr hohes Niveau begeben hat. Aber auch der Feuerwehr Polsing gilt meine Anerkennung und mein Respekt. Ich denke, gerade hier haben wir eine Art und Weise der Zusammenarbeit gefunden, die – wie Praxis zeigt – nicht in allen Gemeinden auf diesem hohen Niveau befindet und daher umso mehr erwähnenswert ist. Zusammen bilden wir ein gut kooperierendes Team zum Schutz der Bevölkerung bzw. zur kompetenten Hilfe, wenn‘s im Schadensfall darauf ankommt.

Den verbundenen Einsatzorganisationen, Behörden und Vereinen spreche ich einerseits ebenso mein Danke aus, darf aber gleichzeitig auch Ersuchen, die Zusammenarbeit mit meinem Nachfolger und seinem Team weiter fortzusetzen.

Euch, liebe Kameraden, zollt ebenso meine Anerkennung und der Dank, immer euren Beitrag für das Funktionieren unserer Feuerwehr zu leisten. Lasst diesen Antrieb nicht verloren gehen. Nützen wir diese Vielfalt an Feuerwehrkompetenzen, die viele unserer Kameraden in das System einfließen lassen. Ich für mich freue mich, künftig wieder ein Teil der Mannschaft sein zu dürfen und statt dem Einsatzleiter-Platz im Fahrzeug auch einmal wieder die Funktion des Maschinisten oder ähnliches besetzen zu dürfen.

Danke für eure Unterstützung!

Euer Feuerwehrkommandant
Markus Unter

Per 11.59 Uhr wurden die Feuerwehren Alkoven und Polsing am Mittwoch, 4. Jänner 2023, zu einem Brandverdacht in die Kirchenstraße ins Gebäude des betreuten Wohnens alarmiert.

Während eines Besuches fiel einem Gast das Piepsen eines Rauchmeldes sowie Brandgeruch auf. Die Kontrolle durch die Feuerwehr ergab, dass angebrannte Speisen zur Rauchentwicklung geführt haben. Die Wohnung wurde belüftet. Weitere Maßnahmen waren nicht mehr erforderlich. Verletzt wurde niemand.

Neben den beiden Feuerwehren standen der Samariterbund Alkoven und die Polizei im Einsatz. Um 12.26 Uhr war der Einsatz für beide Feuerwehren beendet.

Auch wenn’s “nur” angebrannte Speisen waren, auch kleine Auslöser wie diese hatten schon größere Folgen. Die Alarmierung der Feuerwehr war somit der korrekte Weg.

Für die FF Alkoven war es die dritte Hilfeleistung im neuen Jahr 2023.