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22.04.2023: Personensuche und -bergung aus Jauchegrube in Kronstorf (LL)

Ein tragischer Unfall war am Nachmittag des Samstag, 22. April 2023, Auslöser für einen Einsatz der Höhenrettergruppen der Feuerwehr Alkoven und Axberg sowie der örtlich zuständigen Feuerwehr in Kronstorf im Bezirk Linz-Land. In einer Jauchegrube wurde laut Alarmmeldung eine Person vermutet.

Mit 13.57 Uhr wurde erst die Freiw. Feuerwehr Kronstorf und in weiterer Folge auch die Höhenrettergruppen Alkoven und Axberg nach Kronstorf alarmiert. Möglicherweise sollte dort ein seit den Morgenstunden vermisster Mann (65) in die Jauchegrube gestürzt sein. Ein Teil der Höhenrettergruppe war noch in Aschach an der Donau beim jählichen Antauchen (erstes Übungstauchen in einer neuen Saison) und machte sich auf den Weg. Während der Fahrt wurde über die Landeswarnzentrale auch mitgeteilt, dass seitens der örtlichen Feuerwehr auch ein Taucher angefordert wird. Da man das Equipment bereits im Fahrzeug hatte, konnte die Feuerwehr Alkoven dieser Anforderung entsprechen.

Die örtliche Feuerwehr Kronstorf begann in der Zwischenzeit mit dem Abpumpen der wässrigen Gülleflüssigkeit aus der Grube, während seitens der Polizei die Suche nach dem abgängigen Mann im näheren Umfeld noch fortgesetzt wurde. Nach dem Einlangen der Höhenrettergruppen rüstete sich eine der Alkovener Höhenretter, der gleichzeitig auch im Tauchteam aktiv ist, mit der entsprechenden Ausrüstung, um in die Grube abzusteigen und dort nach dem Vermissten zu suchen.

Der Taucher (Anzug + Pressluftatmer der Kronstorfer Kameraden) wurde dort schließlich auch fündig und konnte den Mann leblos in der Güllegrube vorfinden. In Zusammenarbeit mit allen Kräften wurde die Leiche des 65-jährigen Mannes mit dem entsprechenden Equipment aus der Grube gehoben. Nach dem Abschluss aller Arbeiten war das Alkovener Höhenretterteam gegen 16.45 Uhr wieder im Feuerwehrhaus eingerückt. Das Kriseninterventionsteam betreute die Angehörigen.

Meldung der Polizei

Ein 65-Jähriger erstattete am 22. April 2023 gegen 14 Uhr telefonisch die Anzeige über einen Unfallverdacht in Kronstorf, wonach sein 64-jähriger Bruder in die Jauchegrube gefallen sein dürfte. Beim Eintreffen am Unfallort gab der 65-Jährige an, dass er seit mehreren Tagen nichts mehr von seinem alleinstehenden Bruder gehört habe und dieser seit zwei Tagen nicht mehr telefonisch erreichbar war. Bei der Nachschau am Anwesen seines Bruders bemerkte er neben der Schachtöffnung der Jauchegrube ein Paar Handschuhe und das Mobiltelefon seines Bruders. Da die Schachtöffnung nicht zur Gänze abgedeckt und die restliche Holzabdeckung bereits extrem vermorscht war, bestand für den 65-Jährigen sofort der Verdacht, dass sein Bruder in die vollgefüllte Jauchegrube gefallen war.

Die zwischenzeitlich alarmierte FF Kronstorf begann unverzüglich die Jauchegrube auszupumpen. Die Höhenrettung der FF Axberg und Höhenretter sowie Taucher der FF Alkoven trafen ebenfalls am Unfallort ein und starteten in der Jauchegrube die Suche nach dem 64-Jährigen. Dieser konnte schließlich am Grund der Jauchegrube lokalisiert und nur noch tot durch die Spezialkräfte der Feuerwehren geborgen werden.

Freiw. Feuerwehr Kronstorf

Fotokerschi.at

Laumat.at

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