Feuerwehren in Alkoven

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17.09.2026: Verpuffung in Werkstätte → Feuerwehr übt im alten Feuerwehrhaus Alkoven

Was bis zum 4. September 2026 für die Feuerwehr Alkoven zentraler Ausgangspunkt für viele Hilfeleistungen war, stellte sich am Abend des 17. September 2026 als Einsatzort dar. Zumindest als Übungseinsatzort. Die FF Alkoven konnte ihr altes Zuhause für eine Einsatzübung verwenden.

Nach der Übungspause im August 2026 und dem Umzug ins neue Feuerwehrhaus startete der Ausbildungsbetrieb der Feuerwehr Alkoven mit 17. September 2026 wieder durch. Eine technisch angelegte Übung gestaltete sich vorübergehend als vermeintlicher Brandeinsatz.

Rauchentwicklung?

Gemeldet wurde eine Verpuffung in einer Werkstatt, in der sich mehrere Personen aufgehalten haben sollten. Ein Nachbar erwartete die anrückenden Übungsteilnehmer im alten Feuerwehrhaus an der B 129. Die Erkundung durch den Einsatzleiter ergab ein nicht verschlossenes Tor. Beim Anheben trat jedoch Rauch aus.

So wurde von einem Brandszenario ausgegangen. Ein Atemschutztrupp drang daraufhin in die alte Feuerwehrgarage ein, während ebenso die Überdruckbelüftung vorbereitet wurde.

Personenrettung

Durch die Druckwelle der Verpuffung kam es zum Verschub eines Pkw, der über der Montagegrube stand. Eine Person wurde somit zwischen Auto und Grube schwer eingeklemmt und hätte im Realfall eher nicht überlebt. Ein weiteres Auto stand im Frontbereich der Motorhaube am abgerutschten Fahrzeug. Der Atemschutztrupp rüstete sich in weiterer Folge mit dem kleinen hydraulischen Rettungsgerät (akkubetriebenes Kombigerät) aus und startete aus seiner Sicht her die erforderliche Personenrettung.

Eine lokalisierte Gasflasche wurde ebenfalls ins Freie gebracht und fiktiv einer Kühlung zugeführt. Ein zufällig aufgefundenes Gefahrgutschild sorgte ebenso kurz vor zusätzliche Beschäftigung.

Kind in Montagegrube und weitere Personen

In weiterer Folge wurde in der Montagegrube liegend ein Kind (ebenso eine Puppe) vorgefunden und ebenfalls wie eine weitere Person ins Freie gebracht. Auch aus dem Kellergeschoß konnte noch eine Person ins Freie gebracht werden.

Autobergung: Schulung für Kranfahrer

Das Entfernen der beiden Übungsfahrzeuge wurde als Schulung für die Kranfahrer und Helferpersonal herangezogen.

Mit dem neuen WLF K2 und dem Jib konnte mit dem Kran direkt in die Garage hineinteleskopiert werden. Auf diese Weise wurde der Pkw angehoben und wieder ordnungsgemäß in der ehemaligen Fahrzeughalle platziert.

Aufklärung in der Nachbesprechung

Erst in der üblichen Nachbesprechung zeigten sich einige Dinge, die sich vom Eindruck der Praxis gegenüber dem eigentlichen Übungsbeispiel unterschieden haben. Normalerweise werden fiktive Brandquellen optisch dargestellt, um dem Personal den Brandherd anzuzeigen (heiße Übungen sind jedoch auch im für den Abbruch bestimmten Gebäude nicht authorisiert). Diese gab es jedoch dieses Mal nicht. Die Rauchentwicklung war eigentlich als Rest von Staub und Schmutz von der Verpuffung her gesehen und hatten kein Feuer als Ursache. Dies hatte zur Folge, dass eigentlich die Gasflasche gar nicht hätte geborgen werden müssen. Und das Gefahrgutschild (Gefahrenklasse 80 (ätzend)) lag zufällig einfach herum. Dinge, wie es in einer regulären Werkstatt gibt.

Fazit

Die Übung im alten Feuerwehrhaus war somit breit aufgestellt und auch mit einigen Überraschungen gespickt, die im Alltag nicht anders ablaufen könnten.

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