Das wird das neue Feuerwehrhaus Alkoven → Architekten-Wettbewerb entschieden

Meilenstein in der Geschichte um den Neubau des Feuerwehrhauses Alkoven am 21. März 2023. Aus den 11 Einreichungen beim Architektenwettbewerb wurde ein einstimmiger und klarer Sieger gekührt. Es wird wieder ein “Durchfahrts-Haus” wie es derzeit der Fall ist, nur frei von Säulen!

Die Geschichte um den Neubau des Hauses der Alkoven ist am 21. März 2023 um einen echten Meilenstein reicher. Ein Gremium aus Architektenkammer, Land Oberösterreich, Gemeinde Alkoven und Feuerwehr Alkoven hatte an diesem Tag die Aufgabe, aus 11 Vorschlägen zum neuen Feuerwehrhaus den Sieger zu kühren. Nach einem dreiviertel Tag an Beratungen ging das Büro SPS aus Thalgau (Salzburg) als einstimmiger Sieger hervor. Und: Es war NICHT das teuerste Projekt, das auf das Siegerpodest gehoben worden ist.

Das Gebäude überzeugte aufgrund seiner Funktionalität und seiner Durchdachtheit und auch dem kompakten Bau. Wunschgemäß rücken die Fahrzeuge im Neubau wetterabgewandt Richtung Süden und Norden aus und nutzen dafür eine eigene Ausfahrt (schrankengesichert) in Richtung Landesstraße. Ebenso findet die Jugend ihren Platz, ein Muldenabstell- und auch ein Übungsplatz. Detailpläne werden erst später veröffentlicht.

Das Feuerwehrhaus bietet wieder Doppelgaragen hintereinander als auch in Indoor-Katastrophenschutzlager

Die meisten Architekten haben zahlreiche Vorgaben bzw. Wünsche der Feuerwehr in ihre Werke mit eingebaut. Das Gremium wirklich überzeugen konnte dann aber das nun vorliegende Projekt. Das Gremium der Feuerwehr hat sich übrigens noch aus dem Vorgängerkommando (inklusive Vorgänger- und Nachfolgekommandant) zusammengesetzt. In Zukunft wird Gerald Zukrigl (2. Kdt-Stv.) als projekttechnischer Koordinator dazustoßen.

Details von innen stellen wir später vor, aber es gibt Platz für eine Terrasse, Sicht vom Aufenthaltsraum in die Fahrzeughalle und wirklich zweckmäßige Anordnung der Werkstätten und Sozialräume.

Situierung am Bauplatz

Die Lage des Neubaus auf dem Bauplatz wurde so gewählt, dass die bestehende Bauflucht des Gemeindebauhofs aufgenommen wird. Im nördlichen Bereich entsteht damit eine große Parkfläche für Übungen sowie zur raschen Ausfahrt im Einsatzfall. Die Pkw-Parkplätze sind in der straßenrechtlichen Bauverbotszone auf der Westseite des Gebäudes angelegt, womit auch der südliche Vorplatzbereich für eine freie und flexible Zu- und Abfahrt der Einsatzfahrzeuge vollständig freigehalten wird.

Im Anschluss an die östlichen Wartungsräume ist ein Waschplatz vorgesehen, der eine Durchfahrtmöglichkeit von beiden Seiten bietet und bei Bedarf mit einem Vordach ausgestattet werden kann. Alternativ ist auch ein Waschplatz auf der Betonfläche neben dem Freilager denkbar. Der Baukörper selbst verfolgt eine klare, dreischiffige Gliederung in den westlichen Verwaltungstrakt, den östlichen Lager- und Wartungsbereich und die dazwischenliegende Fahrzeughalle (durchfahrbar, säulenfrei).

Wartung, Lager, Feuerwehrturm

Ostseitig des Fahrzeugraumes ist ein eigener Gebäudeflügel für die Wartungs- und Lagerfunktionen vorgesehen. Im Erdgeschoß lassen sich die Trennwände zwischen den Funktionsbereichen beliebig den jeweils nötigen Raumgrößen anpassen und auch nachträglich ohne Mehraufwand adaptieren. Auf der Decke entsteht im Obergeschoß eine frei nutzbare Lagerfläche, die mit einem Stapler einfach beschickt werden kann. Für technische Einrichtungen wie Kompressor und Notstromaggregat steht ein separater Technikraum zur Verfügung.

Der Feuerwehturm enthält neben dem Schachtbereich für die Schlauchtrocknung auch die Übungspodeste und Öffnungen für Rette- und Bergeübungen. Durch eine interne Steigleiter können beide Bereiche vertikal erschlossen werden.

Energiekonzept

Für die Energieversorgung wird eine Wärmepumpe mit Kollektoren in Form von Erdwärmekörben unter der westlichen und nördlichen Grünfläche vorgeschlagen. Der Haustechnikraum ist im Obergeschoß.

Fahrzeughalle

Die Fahrzeughalle ist als stützenfreie Halle konzipiert. Zwei Hauptträger aus Stahlbeton überspannen den Innenraum. Sie zeichen durch ihre statisch wirksame Giebelform in großzügigen Vordächern die geneigte Dachebene vor, die nach Norden und Süden in großzügige Vordächer ausläuft. Zwischen den Haupttrageachsen sind weitere Stahlbetonträger als Sekundärkonstruktion eingefügt.

Die gewählte Konstruktionsweise macht ein Hochfahren der Sektionaltore in die Tragwerksebene möglich, wodurch auch bei geöffneten Toren die volle Raumhöhe von 4,5 m nutzbar bleibt.
Das Katastrophenschutzlage ist als Teilbereich des Hallenraumes angelegt.

Verwaltungstrakt

Der westliche Gebäudetrakt beherbergt die Mannschafts- und Verwaltungsräume. Vom Eingang aus sind Umkleidebereiche sowie auch die vorgelagerte Einsatzzentrale unmittelbar zu erreichen. Durch ein Fensterband kann der gesamte Vorplatz- und Ausfahrtsbereich von der Einsatzzentrale ungehindert eingesehen werden. Fensteröffnungen ermöglichen die unmittelbare Kommunikation in die Fahrzeughalle und auf den Vorplatz.

Materialkonzept

Das Konzept der Fassade liegt im Wechselspiel zwischen Sichtbeton- und Holzoberflächen. Während die beständigen Betonelemente den Anforderungen der stark besanspruchten und technisch geprägten Sockelzonen entsprechen, kommt in den Obergeschoßen Holz als regionaler und ökologisch nachhaltiger Baustoff zum Einsatz. In der Fahrzeughalle sorgen Toranlagen mit transparenten Paneelen für eine großzügige, natürliche Belichtung. Eine dunkle Metallfassade im Hallenbereich und an den Vordächern lässt die Halle optisch zurücktreten und die flankierenden Baukörper und der Feuerwehrturm optisch in den Vordergrund.

Bürgermeisterin Mag. Weberberger-Rainer und Feuerwehrkommandant Martin Burger zeigen sich mit dem Ergebnis zufrieden. Man hat einen zweckmäßigen Funktionsbau, an dem man nun an die Detailplanung herangehen kann.

Wie geht’s weiter?

Die nächsten sechs Monate geht’s dann an die Detailplanung im Inneren des Gebäude. Dann folgen Kostendämpfungsverfahren durch das Land Oberösterreich (das den Bau ja aufgrund der Gegebenheiten zu 62% fördert) und die Ausschreibung des Baus. Möglicher Baustart wird derzeit als März 2024 angenommen, also nächstes Jahr im Frühling.

Danke!

Danke an dieser Stelle auch an alle politischen Verantwortlichen. Es ist eine Freude und motivierend, wenn man an einem Strang zieht und nun nach dieser langen Zeit gemeinsam etwas bewegen kann! Wir sind optimistisch, dass wir diesen Weg nun weiter gemeinsam bestreiten werden.

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