Ausbildung

05.11.2022: Feuerwehr und Rotes Kreuz bei Menschenrettung Hand in Hand

Täglich rücken Notärzte, Notfall- und Rettungssanitäter zu den unterschiedlichsten menschlichen Notlagen aus. Wo hier die Feuerwehr helfend unterstützen kann, war am Samstag dem 5. November 2022, in Eferding ein großes Schulungsthema.

Es vergeht wohl kein Tag, wo das Rote Kreuz oder die Mitglieder der anderen Rettungsdienste nicht zu menschlichen Notsituationen ausrücken müssen. Sei es der Verkehrsunfall, ein Unfall auf einer Baustelle oder einfach auch „nur“ ein medizinisches Problem.

Nicht immer ist es für die Sanitäter dann ein einfaches Spiel, den Patienten nach seiner ersten Versorgung auch zum Rettungsfahrzeug oder zum Hubschrauber zu bringen. Ob es nun der schwierige Weg dorthin ist oder auch nur ein zu enges Treppenhaus.

Wie können wir unterstützen

Markus Hammer ist Leiter der Höhenrettergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Alkoven, die neben diesem Spezialteam auch eine Teleskopmastbühne im Fuhrpark hat. Aufgrund seiner ebenso vorhandenen Ausbildung als Sanitäter kam ihm die Idee, diese Thematik auch dem Rettungsdienst etwas näher zu bringen und dem Personal die Möglichkeiten aufzuzeigen, wo die Feuerwehr diese Teams unterstützen und so zumindest auch die manuelle Arbeit erleichtern kann.

Aus der Theorie folgte am 5. November 2022 bei der Bezirksrotkreuzstelle die praktische Umsetzung. Zu dieser wurde ebenso die Freiw. Feuerwehr Eferding beigezogen, die das zweite im Bezirk Eferding verfügbare Hubrettungsgerät besitzt. Auf diese Weise waren somit eine Drehleiter sowie eine Teleskopmastbühne für die Schulung einsetzbar.

Theoriestart

Teilgenommen haben der am Samstagvormittag ausgetragenen Schulungen in erster Linie die Notfall-Sanitäter, die am Notarzteinsatzfahrzeug in Eferding ihren Dienst versehen. Ebenso mit dabei waren ergänzend auch interessierte Rettungssanitäter, die auf den regulären SEW ihren Dienst versehen und bekanntlich meistens die ersten geschulten Helfer am Ort des Geschehens sind.

Gestartet wurde der Schulungsvormittag mit einer kleinen Theorieeinheit, wo es generell um die Einsatzbarkeit der Hubrettungsgeräte der Feuerwehren ging und welche Tätigkeiten die Feuerwehr-Höhenretter erledigen können, wenn es darauf ankommt.

Wenn das Stiegenhaus zu eng ist

Keine Theorie ist so wertvoll wie die Praxis, die den Großteil des Vormittages mitten in Eferding eingenommen hatte. Anhand der Eferdinger Drehleiter wurden Beispiele demonstriert, wie beispielsweise Patienten aus Gebäuden gehievt werden können, wenn das Stiegenhaus des Gebäudes zu eng ist und man unnötiges Plagen und Schleppen vermeiden möchte.

Assistenzeinsätze wie diese verursachen übrigens weder Kosten für die Rettungsorganisation noch für den Patienten.

Wenn die Lage schwieriger wird

Ein wesentlicher Bestandteil war dann die Einbindung der Höhenretter, wenn die Lage einmal kniffliger wird. Baustellenunfälle, Schächte oder komplexe Dachflächen benötigen oft eine Rettung mit etwas mehr Aufwand. Da können die Höhenretter mit ihren Seiltechniken ebenso ausgezeichnete Unterstützung für eine schonende Patientenrettung oder nur dessen Transport sicherstellen. Hier kam die Teleskopmastbühne der Feuerwehr Alkoven zum Einsatz.

Ebenso wurde geschult, dass der Notfallsanitäter sich zur erforderlichen Betreuung des Patienten ebenso mit am Seil befindet und den luftigen Transport begleiten muss.

Neues Wissen und Teambuilding

Bis in die Mittagsstunden wurden einige Szenarien dieser Art abgearbeitet. Auf diese Weise konnten die Sanitäter vielleicht die eine oder andere neue Erfahrung gewinnen, die künftig hin die Arbeit etwas erleichtert.

Ebenso konnte so mancher ebenso austesten, ob er höhentauglich ist oder auch nicht. Hinzu kam auch die Möglichkeit, sich als Patient in die Lage jenes zu versetzen, da im gesetzten Fall in der Trage liegt und wie wichtig in dieser Situation die persönliche Betreuung ist.

Ein markanter Faktor kam dann auch noch hinzu: Teambuilding. Ob es der neu gewonnene oder wieder aufgefrischte Kontakt zwischen Feuerwehr und Rettung ist oder die Zusammenarbeit der beiden Hubrettungsgeräte-Feuerwehren. Im Team geht’s leichter. Und mit neuen Erkenntnissen vielleicht künftig hin umso einfacher.

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