Seilwindenübung / Foto: Kollinger
Ausbildung

20.10.2016: Seilwindenübung mit Knobeleffekt

Die Handhabung von verschiedenen Geräten muss in jeder Feuerwehr immer wieder geübt werden, dass die Handgriffe im Einsatzfall auch sitzen. Am Abend des 20. Oktober 2016 stand bei der Freiw. Feuerwehr Alkoven das Thema „Seilwinden“ am Ausbildungsprogramm. Eine Schulung, die vielleicht nur das bloße Ziehen eines Fahrzeuges erwarten lässt. Um genau diese Erwartungen nicht zu erfüllen, sondern darüber hinauszugehen, hat sich das Ausbilderteam etwas anderes einfallen lassen.

Nicht Ziel, sondern Weg war auschlaggebend

Im ehemaligen Altstoffsammelzentrum, das aufgrund der Gegebenheiten immer wieder als Übungsgelände herangezogen wird, wurde ein ausgeschiedener Pkw auf das Dach gelegt. Die Aufgabe der Übungsteilnehmer war es nun, diesen anhand der Seilwinde des Rüstlöschfahrzeuges, der tragbaren Motorseilwinde des Löschfahrzeuges sowie eines Greifzuges wieder auf die Räder zu stellen. Die Aufgabe selbst ist natürlich nahezu absolut unrealistisch, aber darum ging es nicht. Vielmehr ging es darum, die Mannschaft mit allen Geräten arbeiten zu lassen und auch das Zusammenspiel mit allen eingesetzten Hilfsmitteln zu koordinieren bzw. zu trainieren. Es durfte auch probiert werden, was zum Ziel führt oder was weniger effektiv ist.

Kran nur Sicherungszweck

Das auf den Bildern zu sehende Kranfahrzeug durfte nicht aktiv ins Geschehen mit eingebunden werden, es diente ausschließlich zu Sicherungszwecken für die Feuerwehrleute, damit das Auto nicht umstürzen konnte.

Tolles Resümee

In rund eineinhalb Stunden waren die Teilnehmer – die während des Arbeitens auch die Stationen gewechselt haben, um die Arbeitsweise überall verfolgen bzw. gestalten zu können – voll und aktiv bei der Sache und auch von der Idee begeistert. Wer lediglich das bloße Ziehen eines Fahrzeuges auf gerader Fahrbahn erwartet hatte, um das Bedienen der Geräte zu üben, wurde mehr als nur positiv überrascht. Es wurde getüftelt, wo man am besten welche Anschlagmittel anbringt, wo oder ob man (beispielsweise beim Rüstlöschfahrzeug) ein, zwei oder mehr Anschlagmittel anbringt und welche Risiken bestehen, wenn man den falschen Weg wählt etc.
Fazit: Ein toller Übungsabend, dessen Aufgabe nicht unbedingt realitätsnah war, jedoch das Ziel erfüllte, alle Geräte zu bedienen und auch Koordinierungs- und Denkvermögen abverlangte.

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