01.02.2018: Einsatzübung Forstunfall → Zwei Mann klemmen unter Baum

Ausbildungsabend zum Thema „Forstunfall“ für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Alkoven am 1. Februar 2018.

Vage Angaben zum Einsatzort

Der im Feuerwehrhaus eingeteilte Übungsleiter erhält über die Landeswarnzentrale lediglich die vagen Angaben „Forstunfall im Forst“ sowie die Telefonnummer des Anrufers. Problem dabei: Das Gebiet teilt sich nach der Ortschaft Polsing in zwei Richtungen auf, so dass nähere Angaben zum Unglücksort unbedingt erforderlich sind. Um jedoch keine Zeit zu verlieren, rückten die Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen in Richtung Unfallort aus. Während der Anfahrt bis zum kritischen Kreuzungspunkt (dort wäre sonst die Aufteilung in zwei Einheiten erfolgt), versuchte der Übungsleiter über Handy Kontakt zum Anrufer herzustellen. Trotz mehrfacher Unterbrechung der Telefonate – diese wurden bewusst als „Funkloch“ eingebaut – gelang es, zumindest die Information zu gewinnen, dass der Einsatzort sich in Richtung des Gasthauses Spitzwirt befinden müsste. Mitgliedern des zweiten Fahrzeuges fiel dann in der Dunkelheit ein neben Straße parkender Pickup auf, der der Beschriftung zufolge einem Unternehmer gehören musste.

Zwei Mann klemmen unter Baum

Nach diesem Hinweis erfolgte die Erkundung des Waldgebietes. „Etwas über 100 m von der Straße weg haben die Männer dann die Unglücksstelle vorgefunden“, erzählt Übungseinsatzleiter Martin Burger. „Eine Person, dargestellt durch eine Puppe, wurde von einem umstürzenden Baum getroffen und zwischen diesen und einem noch stehenden Gewächs eingeklemmt. Ein weiterer Waldarbeiter befand sich am anderen Ende des umgestürzten Baums. Er wurde mit den Füßen eingeklemmt, wobei es zur Abtrennung eines Beins gekommen ist“, so Burger weiter. Recht nah dargestellt war diese Situation zudem, dass der Übungsdarsteller tatsächlich eine Fußprothese trägt. Sanitäter des ebenso teilnehmenden Samariterbundes kümmerten sich unverzüglich um die Versorgung der beiden Verletzten.

Rettungsmaßnahmen

Eine Rettung per Anheben mit Hebekissen alleine musste ausgeschlossen werden, da der Baum so gelegen hatte, dass es – egal welchen Punkt man wählte – beim Anheben der einen Seite zum Belasten der anderen Seite gekommen wäre und so den jeweils anderen Eingeklemmten noch weiter verletzt hätte (wenngleich die eingeklemmte Puppe mit dem Leben nicht mehr zu vereinbarende Verletzungsmuster aufwies).
So wurde der Baum etwa in der Mitte zweimal mit Unterholz versehen und dann per Kettensäge durchtrennt, ohne die stabile Lage auf beiden Enden zu beeinflussen. In weiterer Folge konnte der Baum schließlich an beiden Enden jeweils durch Hebekisseneinsatz so weit angehoben werden, um die Arbeiter befreien zu können.
Nach etwa 30 Minuten war das primäre Übungsziel erreicht. Dem Reinigen der eingesetzten Fahrzeuge und Geräte folgte gegen 20.30 Uhr die Nachbesprechung bzw. Ende des Ausbildungsabends.

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