31.01.2018: Höhenrettergruppe nach Steinschlag in Haibach im Einsatz

In der Gemeinde Haibach/D. kam es kürzlich in der Nähe des Aussichtspunktes "Steiner Felsen" bei der Schlögener Schlinge zu einem gewaltigen Steinschlag, wo riesige Gesteinsbrocken bis zur Zufahrtsstraße der Ortschaft Inzell herabstürzten. Die Straße wurde blockiert und auch beschädigt, durch Glück wurde niemand verletzt. Die Gemeinde Haibach ließ daraufhin die Straße sperren und einen Geologen des Landes Oberösterreich verständigen.

Anfrage an Höhenretter

Über die Feuerwehr Haibach erfolgte die Anfrage an die Feuerwehr Alkoven um Unterstützung für den Landesgeologen zur Absicherung desselben im Zuge seiner Erkundungsarbeit. „Im Vorfeld des Einsatzes wurde von Dritten bereits per Drohne ein Erkundungsflug (inkl. Bilder und Viedeoaufzeichnung) durchgeführt. Diese Bilder nutzten sowohl dem Geologen als auch den Höhenrettern für die Einsatzvorbereitung“, erzählt Michael Baumann, einer der Alkovener Höhenretter, deren Intervention am Vormittag des 31. Jänner 2018 am Programm gestanden hat. Nach kurzer Lagebesprechung am Gemeindeamt Haibach ging es mit dem Alkovener Lastfahrzeug Richtung Aussichtspunkt. Der Pickup konnte hier seine Vorteile wieder deutlich unter Beweis stellen, da man aufgrund seiner Geländetauglichkeit sehr nah an die Einsatzstelle heranfahren konnte und so vermieden wurde, die komplette Ausrüstung mehrere 100m schleppen dürfen.

Loses Gesteinsmaterial in schwierigem Gelände

„Ein Höhenretter stieg als als erstes gesichert ab und baute im Zuge dessen auch ein Seilgeländer auf, mit dem die nachrückenden Kräfte gesichert bis zur unmittelbaren Abbruchstelle vorgehen konnten.“, so Baumann weiter. Dies war aufgrund des nassen Laubes und der Steilheit oft kein leichtes Unterfangen. Hinzu kamen viele lose Gesteinsbrocken, die auch mehrmals losgetreten wurden!“
Von der Abbruchstelle abwärts wurde der Geologe passiv abgeseilt, sprich von einem Stand aus durch einen Höhenretter gesichert und kontrolliert abgelassen, damit dieser auch den aktuellen Stand unterhalb der Abbruchstelle dokumentieren konnte. Nach Abschluss dieser Arbeiten ging es an der Leine gesichert und oftmals auf allen Vieren zurück zum Ausgangspunkt. Nach einer Stärkung kehrte die Truppe zurück zum Feuerwehrhaus Alkoven, wo noch sämtliche Ausrüstungsgegenstände versorgt und das Lastfahrzeug gereinigt werden musste, wonach der Einsatz um 15:00 Uhr (Einsatzbeginn: 08:30 Uhr) abgeschlossen werden konnte.

Ernüchternder Befund

Das erste Urteil des Geologen fiel für die Gemeinde Haibach und die Anwohner leider ernüchternd aus: Aufgrund des großen Gefahrenpotenzials (etliche große, zum Teil auch schon lose Gesteinsbrocken) müssen die Straße und der Radweg weiterhin gesperrt bleiben, bis entsprechende Sicherungsmaßnahmen (Fangnetz und Co) durchgeführt werden.

Fotos (Markus Unter, Michael Baumann)

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