November 2017: Drei Feuerwehren üben Personensuche bei Nacht auf der Donau

Die Arbeit mit Wasserfahrzeugen auf Gewässern ist nicht immer einfach. Noch schwieriger wird es, wenn dies während der Dunkelheit der Fall ist. Genau dieser Herausforderung hat man sich im Bezirk Eferding gestellt.
Text und Bilder von Gerald Prückl


Feuerwehreinsätzen mit Booten auf Fließgewässer können schnell zur Herausforderung werden. Vor allem bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten, zusätzlich vielleicht auch noch Treibgut. Das fordert von den Schiffsführern viel Geschick. Noch schwieriger wird es dann, wenn Wasserdiensteinsätze während der Dunkelheit unbedingt erforderlich sind.

Personen vom Schiff gestürzt

Genau dieser Herausforderung stellten sich kürzlich die Freiwilligen Feuerwehren Fraham, Pupping und Alkoven im oberösterreichischen Bezirk Eferding. Als Thematik wählte man das Szenario, dass von einem der zahlreich auf der Donau fahrenden Passagierschiffe zwei Menschen in den Fluss gestürzt waren, die es nun zu suchen galt.

Dunkle Kleidung als Zusatzherausforderung

Aufgabe der teilnehmenden Feuerwehren war es nun, die beiden Personen zu suchen und zu retten. Besonders schwierig gestaltete sich das Vorhaben deshalb, weil die Information vorlag, dass eine Person ganz in schwarz gekleidet und daher auch nur sehr schwer erkennbar war. Nachdem nur drei Boote zur Verfügung standen, gestaltete sich die Suchaktion insofern schwierig, dass die Einsatzleitung der Freiw. Feuerwehr Pupping zu entscheiden hatte, welcher Teil der Donau zuerst abgesucht werden soll.
Aufgrund der dort herrschenden Strömungsverhältnisse wurde entschieden, den rechten Bereich der Donau inkl. Ufer mit Schweinwerfern abzusuchen. Diese Entscheidung stellte sich rasch als richtig heraus. Eine der Personen konnte direkt am Donauufer gefunden werden, die weitere Person konnte sich noch auf eine Schiffsanlegestelle retten und werde dort entdeckt.

Lehrreich

Diese sicher ungewöhnliche Übung im Dunkeln, im November auf der Donau brachte wieder, neben den bekannten Herausforderungen, wie extrem schlechte Sichtverhältnisse, Bedienung des Bootes bei Dunkelheit und der nass-kalten Verhältnisse, weitere wichtige Erkenntnisse. Die Schubverbände auf der Donau, die auch in der Nacht unterwegs sind, werden aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse und deren schlechten Beleuchtung erst sehr spät erkannt und können so eine Gefahr für die Retter werden.
Diese sehr fordernde Übung wurde vom Hauptamtswalter „Wasserdienst“ des Bezirkes Eferding, Martin Burger, ausgearbeitet.

Teilnehmende Feuerwehren:

FF Pupping
mit FRB-Boot (Einsatzleitung)
FF Fraham mit FRB-Boot
FF Alkoven mit A-Boot und Schlauchboot (Übungsleitung)

Fotos

 

 

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