21.05.2015: Einsatzübung „Pkw sackt in Montagegrube, Arbeiter eingeklemmt“

Eine außergewöhnliche Aufgabe stand für die junge Aktivmannschaft im Zuge einer Übung am Donnerstagabend, 21. Mai 2015, auf der Tagesordnung. Angenommen wurde, dass beim Handtieren während Schweißarbeiten an einem Pkw dieser in eine Montagegrube stürzt. Dabei wurde der Arbeiter vom Hüftbereich abwärts zwischen Pkw und Montagegrube eingeklemmt. Um das Szenario etwas schwieriger zu gestalten, wurde auch ein Brandausbruch mit Rauchentwicklung angenommen.

„Eine Person klemmt zwischen Pkw und Montagegrube und es raucht“, so lautete für die junge Aktivmannschaft am Donnerstagabend, 21. Mai 2015, der Alarmierungsauftrag für die Übung. Während die Einsatzleitung vom ersten Feuerwehrkommandant-Stellvertreter der Feuerwehr Alkoven, Markus Unter, übernommen wurden ist, übernahm den Rest der Arbeit eine recht junge Truppe der Alkovener Feuerwehr. Einsatzort war die Montagegrube der Firma Klapfenböck im Alkovener Gewerbegebiet.

Verrauchtes Gebäude

Beim Eintreffen der Alkovener Übungsteilnehmer drang Rauch aus einer Werkstatt. In Verbindung mit den beim Notruf gemachten Angaben wurde ein Atemschutztrupp zur Erkundung und Menschenrettung in die Werkstatt entsandt und zeitgleich alles Mögliche an vielleicht benötigtem Gerät vorbereitet (Vorbereiten eines Schaumangriffs, da unbekannt war, was brennt – Vorbereitung des hydraulischen Rettungssatzes sowie der Hebekissen).
Im Gebäude selbst entdeckte der junge Atemschutztrupp schließlich den eingeklemmten Arbeiter. „Wir legten ihm gleich eine Fluchtmaske an“, so einer der Feuerwehrleute. „Damit haben wir zumindest etwas an Zeit gewonnen und ihm Schutz geboten.“ So komplex sich die Situation anfangs gestellt hat, so einfach war zumindest die folgende Menschenrettung. Durch Ansetzen des hydraulischen Spreizers konnte der Pkw soweit vom eingeklemmten Mann weggedrückt werden, dass dieser per Crash-Rettung befreit und ins Freie gebracht werden konnte. Der Brand selbst war kurz darauf gelöscht und der brandtechnische Part soweit abgeschlossen.

Bergung des Pkw

Doch wie geht man nun an die Bergung des schräg in der Montagegrube hängenden Autos heran? In Zusammenarbeit mit den erfahrenen Kräften konnte man auch auf diese Frage eine Antwort finden. Jeweils ein Spreizer wurde im vorderen bzw. hinteren Bereich des Autos angesetzt. In der Montagegrube selbst erfolgte das Ansetzen eines hydraulischen Rettungszylinders. „Es war zwar ein etwas mulmiges Gefühl, unterhalb des Autos mit dem Zylinder zu arbeiten, aber zum einen waren die Spreizer sichernd und zum anderen hätte der Pkw gar nicht in die Grube stürzen können, da er zu groß war“, so ein junger Übungsteilnehmer. Jedenfalls wurde das Auto dann soweit angehoben, dass das restliche Personal Holzpfosten unterschieben konnte. Somit hatte der Pkw wieder waagrechten Stand. Im Anschluss daran drückte man das Auto – wieder aus der Montagegrube heraus mit dem Rettungszylinder arbeitend – schräg zur Seite, bis es wieder wie vor dem  Unfall über der Öffnung stand und in weiterer Folge aus der Halle entfernt werden konnte.

Resümee

„Es war im Grunde eine kleine, aber für die jungen Feuerwehrleute sehr lehrreiche Übung“ zieht Übungsleiter Markus Unter nach rund einer Stunde Bilanz. „Natürlich wurden Fehler gemacht und diese im Anschluss auch besprochen.“ Aber aus der Praxis weiß jeder für sich selbst: Aus selbst in der Praxis gemachten Fehlern lernt man am meisten.

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