26.01.2013: Planspiel: Hochbetrieb in der Einsatzzentrale

Bei Unwettern sind nicht nur die Landeswarnzentrale und die Bezirkswarnstellen gefordert, die vielen ankommenden Notrufe zu bearbeiten – Nein, auch die örtlichen Feuerwehrhausnachrichtenzentralen müssen bei Stürmen, Hochwässern, Schneedruck usw. besonders rasch und überlegt agieren, um die Einsatzaufträge an ihre örtlichen Fahrzeuge und Kräfte effektiv weiterzugeben. Diesen Umstand nahm die FF Alkoven zum Anlass, am Samstag, dem 26. Jänner 2013 eine Übung (Planspiel) für die eigene Lotsen- und Nachrichtengruppe auszurichten.

Martin Burger berichtet

Theorie

Vor Übungsbeginn fand ein nachrichtendienstspezifischer Theorievortrag mit folgenden Themenpunkten statt:

  • Bedienung des ELIS (Einsatzleit- und Informationssystem = Programm zur Verteilung der Einsatzaufträge an einzelne Fahrzeuge)
  • Umschalten des Notrufes für den Vorwahlbereich 07274 (Alkoven) von der Landeswarnzentrale in die Nachrichtenzentrale der FF Alkoven (dies gilt nicht für alle Wehren in Oö)
  • Richtiges Abfragen von Telefongesprächen
  • Strukturierung der Nachrichtenzentrale (Wieviel Mann? Wer hat welche Aufgaben?)
  • allgemeine Verhaltensgrundsätze in Bezugnahme auf künftige Unwettereinsätze und die bevorstehende Übung

Praxis

Nach diesen Instruktionen wurden drei Mann eingeteilt, die Nachrichtenzentrale der FF Alkoven zu besetzen und sich für das folgende Planspiel einzurichten. Um 17 Uhr wurde von Seite der Übungsleitung begonnen, Einsätze auf das in der Nachrichtenzentrale befindliche Warn- und Alarmsystem, Notruftelefon 122 und Haustelefon einzuspielen. Zur Bewältigung dieser Einsatzaufträge arbeiteten die drei eingeteilten Mann in folgender Aufteilung:

  • 1 Mann:  Annahme Notruftelefon 122 und Erstellung von Einsatzaufträgen über ELIS, Bedienung Sprechfunk
  • 1 Mann : Annahme Haustelefon der FF Alkoven und Erstellung von Einsatzaufträgen über ELIS
  • 1 Mann: Verteilung der über ELIS erstellten Einsatzaufträge, Führen einer Lagekarte, Entscheidungsträger

Im Minutentakt wurden fortan durch die Übungsleitung Einsatzaufträge eingespielt, die das Personal  der Nachrichtenzentrale zwar gehörig ins Schwitzen, aber nicht zum Umfallen brachte! Die erfolgreiche Abarbeitung der Aufgabenstellungen geschah nicht nur auf Grund einer guten Ausbildung der Lotsen- und Nachrichtengruppe, sondern auch Dank der oben beschriebenen Arbeitsaufteilung. Natürlich war es im Verlauf des Planspiels auch manchmal notwendig, diese Aufteilung etwas zu lockern, sich gegenseitig zu helfen und flexibel zu agieren.

Die Übungsleitung spielte nicht nur die Einsatzaufträge ein, sie simulierte auch die Feuerwehrfahrzeuge, die über Funk von der Nachrichtenzentrale an die einzelnen Einsatzadressen beordert wurden (da es sich nur um ein fiktives Planspiel handelte, wurden die Einsatzfahrzeuge natürlich nicht an die Einsatzorte bewegt). Nach ca. einer ¾-Stunde wurde das Personal in der Nachrichtenzentrale getauscht. Somit hatten weitere Mitglieder der Lotsen- und Nachrichtengruppe die Chance, zu üben. Auch das sogenannte „zweite Team“ löste die gestellten Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit.

Nachbesprechung

Nach Übungsende fand eine dementsprechende Nachbesprechung statt. Zum Grundton gehörte nicht nur, dass der Lerneffekt für alle Beteiligten ein Großer war - punkto Einrichtung und Ausstattung der Nachrichtenzentrale wurden auch verbesserungswürdige Dinge aufgezeigt. Auf Grund der äußerst positiven Resonanz der Kameraden der Lotsen- und Nachrichtengruppe, wird eine derartige Übung in den nächsten Jahren sicherlich wiederholt werden.

Fotos


 

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