24.09.2011: Gasexplosion -> 9 Feuerwehren üben den Ernstfall

Eine Großübung der Feuerwehren stand am Nachmittag des 24. September 2011 in der Ortschaft Staudach in der Gemeinde Alkoven, Bezirk Eferding, auf der Tagesordnung der Feuerwehren. Angenommen wurde eine Gasexplosion auf einem Bauernhof, der kurz zuvor zu Wohneinheiten ausgebaut worden ist. Als Übungsobjekt steht ein teilweise bereits abgerissener Bauernhof zur Verfügung.

Die Freiwillige Feuerwehr Polsing hatte am 24. September 2011 die Aufgabe, eine Alarmstufe II-Einsatzübung auszutragen. Als Übungsobjekt bot sich ein im Abriss befindliches Bauernhaus in der Ortschaft Staudach im Gemeindegebiet von Alkoven an.

Gasexplosion mit Vermissten

Angenommen wurde, dass es nach dem Umbau eines landwirtschaftlichen Objektes zu mehreren Wohneinheiten zu einer Gasexplosion gekommen ist. Neben dem Einsturz mehrerer Gebäudeteile kam es dabei auch zu mehreren Bränden. Zu diesem Zweck wurden mehrere Räume mit Nebelgeräten verraucht bzw. wurden ebenso zwei kleinere Realbrände gelegt. Wie viele Personen sich noch im Gebäude befinden, war dem Einsatzleiter zu Beginn des Übungseinsatzes nicht bekannt.

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Erstalarmierung

Alarmiert wurden zu Beginn der Übung – wie auch in einem möglichen Ernstfall – die beiden Feuerwehren der Gemeinde Alkoven, die FF Alkoven sowie die FF Polsing. Letztere traf aufgrund der Nähe zum Einsatzort zuerst am Schadensobjekt ein und übernahm die Erkundung. Diese beinhaltete neben dem Einhalten des entsprechenden Abstandes zum Objekt die Sperre der Gebäudeumgebung, während sich ein erster Atemschutztrupp um die Abschottung des Gashaupthahnes kümmerte.

Weitere Erkundungen unter Atemschutz

Die nachrückenden Feuerwehrkräfte erhielten die Aufgabe, unter schwerem Atemschutz eine großräumige Erkundung durch das Gebäude durchzuführen, um sich ein Bild über die Schadenslage machen zu können bzw. der Einsatzleitung die weiteren Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Personenrettungen gingen in der Folge der eigentlichen Brandbekämpfung vor, letztere wurde in weiterer Folge erst bei der Präsenz weiterer Atemschutzkräfte durchgeführt.

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Rettung und Bergung von 15 Personen

Insgesamt 15 Personen – dargestellt von aus Holz bestehenden Puppen und puppenähnlichen Holzklötzen – mussten nach und nach in den Schuttbergen und den verschiedenen Räumen gesucht, gefunden und geborgen werden.

Stützen von Räumen

Um den Atemschutzträgern ein weiteres Aufgabenfeld anzubieten, musste ein Raum auch gepölzt werden – zu diesem Zweck waren entsprechende Deckensteher fachgerecht anzubringen, um einem Einsturz vorzubeugen. Nach rund eineinhalb Übungsstunden war die „Gasexplosion“ soweit abgearbeitet, dass die Teilnehmer zur Nachbesprechung übergehen konnten.

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Manöverkritik

Brandrat Walter Burger verwies darauf, dass die Übung an und für sich gut abgelaufen ist, man jedoch zur Anlehnung an den Ernstfall auch die im Bezirk verfügbaren Sondergeräte wie Kran, Drehleiter oder Teleskopmastbühnen hätte einbinden können. Schlussendlich liegen die Opfer, ob tot oder lebend, nach einer Explosion nicht wie bei der vorliegenden Übung an der Oberfläche. Das Anheben von Trümmerteilen wäre dort obligat. Ebenso stellt die Personenrettung und –bergung mit den Hubrettungsgeräten ebenso eine Erleichterung für die eingesetzten Mannschaften dar.

Eingesetzte Feuerwehren

• FF Alkoven

FF Polsing

FF Axberg

FF Holzhausen

FF Pupping

• FF Mistelbach

FF Aschach/Donau (Atemschutzfahrzeug)

FF Scharten

FF Fraham

Von der Großübung zum Realeinsatz

Gerade als sich die Feuerwehrfahrzeuge in Richtung Feuerwehrhaus Polsing bewegten (Verpflegung), erhielten die beiden Alkovener Feuerwehren seitens der Landeswarnzentrale in Linz über Funk einen realen Einsatzauftrag. Auf einem kleinen Bahnübergang rammte eine Garnitur der Linzer Lokalbahn einen Traktor und riss diesen in zwei Teile

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Video

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