17.02.2011: Schulung "Unfallrettung, Geräteablage, Glasmanagement"

Die Personenrettung nach einem Verkehrsunfall sowie alle damit verbundenen und vorbereitendenTätigkeiten standen am Abend des 17. Februar 2011 am Ausbildungsprogramm der Freiw. Feuerwehr Alkoven. Austragungsort dafür war das Altstoffsammelzentrum, in dem zu diesem Zweck auch zwei ausrangierte Pkw vorbereitet waren und zur Verfügung standen.

Ziele für Jung und „Alt“

Der von der Ablaufgeschwindigkeit auf Schulung und nicht auf Einsatz ausgelegte Abend sollte einerseits den Jüngsten des Aktivstandes die Möglichkeit geben, erste Einblicke in das Geschehen bei Unfällen mit Personenrettungen anbieten, sie aber auch mit den Arbeiten am hydraulischen Bergegerät etc. vertraut zu machen bzw. erste Erfahrungen damit sammeln zu können. Andererseits erhielten  jene, die bereits ihre ersten praktischen Erkenntnisse sammeln konnten, die Gelegenheit, Erfahrungen aufzufrischen oder auch neue Methoden für Schnitttechniken etc. beüben zu können. Aufgrund beruflicher Erfahrungen von Mitgliedern der Alkovener Feuerwehr war somit für alle Teilnehmer Interessantes dabei – und sei es „nur“, mit dem Gerät zu arbeiten.

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Geräteablage eingeführt

Während früher die Einteilung der Arbeiten bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person während der Anfahrt zum Einsatzort auch gleich zwei Mann vorsah, die nach dem Eintreffen am Unfallort mit dem hydraulischen Rettungsgerät vorgehen, findet nunmehr eine Änderung der Taktik statt, welche nach einer Theorieschulung im Jänner nun praktisch geprobt wurde. Die Änderung betrifft nun eine Änderung der Vorgehensweise bzw. auch die Nutzung einer so genannten Geräteablage. Die taktische Vorgehensweise ändert sich dahingehend, dass nunmehr nicht die ersten beiden Mann mit dem hydr. Rettungsgerät nach vorne „stürmen“, sondern dass sich der Rettungstrupp, also diese beiden Mannen, zuerst mit dem Fahrzeugkommandanten und dem Notarzt absprechen und die Lage erst einmal erkunden, was wie am besten durchzuführen ist. Sie bereiten sich somit vor, was auf welchem Weg zu tun ist.

Genau in dieser Zeit wird von weiteren Kräften des Fahrzeuges zwischen Fahrzeug und Unfallauto eine Plane aufgebreitet, die Geräteablage. Während der Rettungstrupp erkundet, wird diese Ablage mit allen möglichen Geräten bestückt, welche für die bevorstehende Menschenrettung möglicherweise benötigt werden. Zum einen hat der Rettungstrupp alles griffbereit – die Gerätschaft muss im Bedarfsfall nicht erst aus dem Fahrzeug geholt werden –, zum anderen liegt die Ausrüstung nicht verstreut herum. Vor allem bei Einsätzen in der Nacht oder wo das Unfallfahrzeug nicht auf dem Asphalt steht, weiß jeder Insider, wie rasch es passieren kann, dass man etwas nicht mehr auf den ersten Blick findet, weil es im Gras liegt etc. Auch verschmutzungstechnisch hat die Geräteplane ihre Vorteile.Genau dieser Ablauf wurde bei der Schulung auch demonstriert und besprochen.

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Glasmanagement

Ebenfalls experimentiert werden konnte zum Thema Glasmanagement. Neben der Anwendung und Durchführung selbst konnten auch die Unterschiede deutlich dargestellt werden, wie sich das Glas bei Verwenden des Körners verhält, wenn man zuvor das Klebeband angebracht hat und wenn man dies nicht verwendet. Ebenso ein Thema war die Verwendung der Staubmaske in Hinsicht auf den Glasstaub. Während kürzlich eingeholte Lungenarzt-Meinungen die Verwendung einer Staubmaske in Hinsicht auf Einwirkung und Häufigkeit nicht als obligat ansehen, ging man schlussendlich dennoch wieder den Weg der Vorsicht bzw. zur Verwendung der Maske über.

Resümee

Alles in allem stellte der eineinhalbstündige Praxisabend für alle Teilnehmer eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, alle Facetten des Unfalleinsatzes auf der Straße durchzutesten. Ebenso wurden die Erfahrungen vom letzten Realeinsatz Anfang Februar mit eingebracht.

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