12.11.2018: Teleskopmastbühne wegen Servicebedarf bis auf Weiiteres außer Dienst

Werte Leser!
Mit Bezug auf einen Artikel in den Oö. Nachrichten von Samstag, 10. November 2018 (dort angegebene Kosten für Feuerwehrhaus neu sind offen, da noch keinerlei Plan vorliegend) aber auch in Hinblick auf die allegemeine Information darf die Feuerwehr Alkoven wie folgt informieren:
Nach einer Begutachtung der Teleskopmastbühne der Feuerwehr Alkoven gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr, der Gemeinde und einem Vertreter des Herstellers ist es per Montag, 5. November 2018, notwendig geworden, das Hubrettungsgerät aus technischen Gründen bis auf Weiteres außer Dienst zu stellen. Dazu einige Informationen.

Vorschreibung laut GEP

Die Teleskopmastbühne ist aufgrund von Bauwerken im Gemeindegebiet von Alkoven, wo das Hubrettungsgerät entsprechend der aktuellen Baurichtlinien als zweiter Rettungsweg vorgesehen ist, laut sogenannter Gefahrenabwehr- und Entwicklungsplanung (GEP) vorgeschrieben. Dies wurde auch seitens des Landes-Feuerwehrverbandes in der im Herbst 2018 durchgeführten GEP-Analyse nach den gültigen gesetzlichen Bestimmungen neuerlich fixiert (dieses Gesetz nimmt übrigens interessanterweise die Gebäudezahlen aus dem Jahr 2011 als Grundlage …). Das Gerät steht jährlich bei etwa 30 bis 35 Hilfeleistungen im Einsatz.

Vorgeschriebene Servicearbeiten

Die Teleskopmastbühne wurde 2005 als Nachfolge für die Drehleiter in den Dienst gestellt. Nach sechs Jahren ist es nach der Empfehlung des Herstellers (hier Magirus) bzw. einer entsprechenden Norm bei diesen Hubrettungsgeräten erforderlich, alle eingebauten Hydraulikschläuche auszutauschen. Dies darf aus Gewährleistungsgründen bei diesem Spezialgerät nur vom Hersteller durchgeführt werden.
Nach 10 Jahren Betriebszeit ist zudem ein umfassendes Service vorgesehen. Dinge, die also bereits seit 2011 bzw. 2015 anstehen würden, aber aus Kostengründen mehrfach verschoben worden sind.
Auf Drängen der Feuerwehr wurde diese Angelegenheit nun im Herbst 2018 in Angriff genommen und die entsprechenden Kostenvoranschläge von Magirus eingeholt bzw. eine Begutachtung am Gerät selbst durchgeführt. Dabei kamen einige Mängel zum Vorschein, die unter anderem auch einen Haarriss am Gelenk des Knickarmes zutage gebracht hat. Dies hatte dann aus Sicherheitsgründen die besagte Außerdienststellung mit sofortiger Wirkung zur Folge hatte.

Kosten

Aufgrund der Verschiebungen der durchzuführenden Arbeiten wie eben der Hydraulikschlauchwechsel, das 10-Jahres-Service sowie der Austausch der Stütze sind die Kosten nun zu einem einmaligen Gesamtpaket angewachsen, die nicht durch mögliche Rücklagen der Gemeinde in diesem Bereich gedeckt sind. Es bedarf nun einer hoffentlich raschen Klärung der Finanzierungsfrage bzw. Durchführung der Reparatur. Diese beinhaltet zudem auch ein komplettes Software-Update für das Hubrettungsgerät. Nach Durchführung aller Arbeiten entspricht die Teleskopmastbühne laut Information von Magirus dann dem heutigen Stand. Bis zum Ende der Lebenszeit des Hubrettungsgerätes (die bei einem Mast bis zu 25 Gesamtjahre beträgt → also voraussichtlich bis in die Jahre 2030) ist kein weiteres Intensivservice dieser Art erforderlich.

Vorübergehende Lösung

Seitens der Feuerwehr Alkoven hofft man, dass sich der Zeitraum bis zur Klärung der Finanzierungsfrage in Grenzen hält und die entsprechenden Servicemaßnahmen baldmöglichst durchgeführt werden können. Bis es soweit ist, wurde mit der Feuerwehr bzw. Stadtgemeinde Eferding vereinbart, dass die Drehleiter aus Eferding bei bestimmten Alarmierungsstichwörtern zeitgleich mit den beiden Alkovener Feuerwehren alarmiert wird, um die zeitliche Verzögerung bis zur Verfügbarkeit eines benötigten Hubrettungsgerätes möglichst gering zu halten. Die dafür entstehenden Zusatzkosten sind von der Gemeinde Alkoven zu tragen.
Wir halten Sie auf jeden Fall am Laufenden.

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