23.05.2018: Assistenz-Einsatz bei brennendem Containerdorf in Fraham

Bericht: Hermann Kollinger (mit Quelle Gespräch Einsatzleiter FF Alkoven)

Um 02.36 Uhr des 23. Mai 2018 wurden die beiden Feuerwehren der Gemeinde Fraham zum Brand einer Containerunterkunft in der Ortschaft Inn alarmiert. Aufgrund der Angaben am Notruf löste die Landeswarnzentrale zwei Minuten später auch die Alarmstufe II aus, woraufhin sieben weitere Wehren – auch die Feuerwehr Alkoven – in Marsch gesetzt wurden.
Nach Rückfrage an den Einsatzleiter der Feuerwehr Fraham durch den Einsatzleiter für die Alkovener Assistenzkräfte, Brandinspektor Markus Hammer, rückten entsprechend des Alarmplans nicht nur das Tanklöschfahrzeug und die Teleskopmastbühne, sondern auch das Löschfahrzeug (mit weiteren Atemschutzträgern) sowie das Lastfahrzeug samt Anhänger (auf den der Atemschutzkompressor verladen worden ist), nach Inn aus.

Feuer in Containeranlage

"Wir sind zum Brand in einem landwirtschaftlichen Objekt mit dem Zusatz „Unterkunft der Erntehelfer" alarmiert worden. Wir haben gewusst, dass ca. 20 Personen in einem Containerbau untergebracht sind. Es ist sehr verwinkelt, es sind rundherum Anbauten, Zwischen- und Nebengebäude. Das war eigentlich die größte Gefahr. Die Unterkunft war in Vollbrand. Zum Glück waren aller Personen bereits heraußen und wir haben uns auf das Schützen der Nachbarobjekte konzentrieren können. Durch die glückliche Lage, dass aufgrund der Anrufe sofort Alarmstufe 2 alarmiert worden ist, haben wir einen umfassenden Außenangriff gemacht und sind erst dann für die Nachlöscharbeiten ins Gebäude", berichtet Thomas Mörtenbäck, Einsatzleiter der Feuerwehr Fraham, gegenüber Laumat.at.

Schützen und löschen

„Am Einsatzort angelangt wurde der Feuerwehr Alkoven eine Gebäudeseite zugewiesen und der Auftrag erteilt, per Tanklöschfahrzeug und Teleskopmastbühne die Brandbekämpfung durchzuführen bzw. das Nachbarobjekt vor einem Brandübergriff zu schützen“, schildert Markus Hammer. Mit dem Wasser müsse man aber noch gut haushalten, da die Löschwasserversorgung erst im Aufbau sei und eine Leitung mit an die 200 m aufzubauen sei (10 B-Längen). „Ich hab‘ dann zufällig einen Brunnen gesichtet“, so Hammer weiter. „Da hab‘ ich eine Tauchpumpe reinhängen lassen und hatte auf diese Weise zumindest einen nennenswerten Wasserpuffer bis zur Versorgung über die Hydrantenleitung!“

Innenangriff und Nachlöschen

Im weiteren Einsatzverlauf konnte zu einem Innenangriff im Containerdorf übergegangen werden. „Nach der Erkundung durch einen Atemschutztrupp samt Wärmebildkamera konnten weitere Kräfte ins Innere vorrücken und mit den Nachlöscharbeiten beginnen“, erzählt Hammer weiter. Inzwischen war auch der Atemschutzkompressor der Alkovener Wehr in Betrieb und füllte im gesamten Einsatzverlauf vor Ort 60 Pressluftflaschen.
Im Zuge der Nachlöscharbeiten wurde kurzfristig das Kranfahrzeug nachgefordert, welches jedoch wieder storniert werden konnte. Man war der Meinung, das gesamte Containerdorf sei mit einer Blecheindachung überzogen und wollte diese mit dem Kran öffnen. Ein Feuerwehrmann, der bei der Errichtung involviert gewesen ist, konnte jedoch berichten, dass die Verblechung nur im Gangbereich vorhanden ist und die Containereinheiten an sich autark sind. So konnten die notwendigen Öffnungen ohne Kranunterstützung mit Spezialsägen, eine davon auch von der Alkovener Wehr, geschaffen werden.
Um 05.45 Uhr erreichte das letzte Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Alkoven wieder das Feuerwehrhaus. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft war der Assistenzeinsatz somit kurz nach 6 Uhr morgens beendet. Rechtzeitig für viele Kräfte, um nach einer schlaflosen Nacht wieder ins Berufsleben einzusteigen. Eine Nacht freiwillig und unentgeltlich im Einsatz.

Fotos (zweite Einsatzphase)

Hinweis auf unsere APP

Schon mal die kostenlose Handy-App (oder auch Tablet) der Feuerwehr Alkoven probiert? Hier gibt's weitere Infos!

Artikelsuche

JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval