Der Pflichtbereich - die Gemeinde Alkoven

Die Gemeinde Alkoven

Alkoven ist eine oberösterreichische Gemeinde und liegt 17 km westlich von Linz an der Donau. Das Gemeindegebiet umfaßt eine Fläche von 43 Quadratkilometer und ist die größte der Bezirke Eferding und Grieskirchen. Alkoven umfasst 20 Ortschaften, in der rund 6.000 Menschen leben. Die Anzahl der Gebäude beträgt knapp über 2.000. Laut Brandbekämpfungverordnung ist Alkoven in der Pflichtbereichsklasse 5.

Wikipedia - Die Gemeinde Alkoven

Homepage der Gemeinde Alkoven

Der Pflichtbereich

Unter dem Pflichtbereich versteht man das gesamte Gebiet einer Gemeinde. Die Feuerwehren Alkoven und Polsing sind in unserer Gemeinde die sog. "Pflichtbereichsfeuerwehren", d.h. sie ist für alle 20 Ortschaften der rund 43 km2 großen Gemeinde zuständig, in der zur Zeit in knapp über 2.000 Gebäuden annähernd 6.000 Menschen (über 2.000 Haushalte) leben. Darin nicht enthalten ist das FKK-Gelände, welches inzwischen auf fast 500 Wohneinheiten (Schwedenhäuser und verbaute Wohnwägen) angewachsen ist und besonders in den heißen Sommermonaten eine höhere Brandgefährdung mit sich bringt. Zur schnellen Alarmierung der Feuerwehr sind im gesamten Gelände Druckknopfmelder montiert.Durch das Gemeindegebiet von Alkoven führen zwei intensiv genutzte Bundesstraßen, die B 129 sowie die B 133. Diese sind recht häufige Einsatzorte und teilweise auch Schauplätze sehr schwerer Unfälle - aufgrund der Einrichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen (als Folge) nahmen zumindest die tödlichen Unfälle etwas ab. Hinsichtlich der Häufigkeit blieben die Hilfeleistungen im Straßenverkehr jedoch gleich und stiegen zum Teil auch an.

Ölwehr-Donau-Stützpunkt

Als Stützpunkt ist die FF Alkoven für alle Gewässerverunreinigungen (Öl,.....) im Stauraum Ottensheim - Wilhering zuständig. Durch die Zunahme des Schiffsverkehrs am Rhein-Main-Donau-Kanal steigen auch die Einsätze in diesem Bereich. Um diese Ölwehrgeräte effizienter einsetzen zu können, sind wir bestrebt, diese im Kraftwerksbereich zu stationieren. Die Bedienung erolgt nur durch die Feuerwehr.Aufgrund des neu ausgearbeiteten Ölwehr - Donau - Alarmplans Ende 1997 haben sich neue Einteilungen ergeben. So ist die Feuerwehr Alkoven auf der Donau auf einer Länge von fast 50 Stromkilometern in den Alarmstufen 1 - 3 eingeteilt.

Vorstellung Ölwehr-Stützpunkt

Alarmierung

Alarmsirene

a) Druckknopfmelder beim Feuerwehrhaus
Beim Feuerwehrhaus ist sowohl auf der Nord- als auch der Südseite ein Druckknopfmelder montiert. Nach dem Einschlagen der Scheibe und dem Drücken des Alarmknopfes werden automatisch die Feueralarmsirene sowie alle Personenrufempfänger ausgelöst. In diesem Falle ist es aber wichtig, dass die auslösende Person zwecks Angabe von Einsatzgrund und Einsatzort bis zum Eintreffen der Feuerwehrmitglieder vor Ort bleiben.

b) Landeswarnzentrale
Die Notrufnummer 122 des Alkovner Vorwahlbereiches wird automatisch an die Landeswarnzentrale umgeleitet. Nur bei Erwartung mehrerer Einsätze (z.B. bei Gewitterregen, Stürmen etc.) wird der Notruf zum Feuerwehrhaus geleitet, um so gleich direkt mit dem Betroffenen kommunizieren zu können bzw. auf diesem Weg die Landeswarnzentrale zu entlasten. 
Erreicht nun ein Notruf die Landeswarnzentrale löst diese über Funkfernsteuerung Alarm bei der FF Alkoven aus. Dabei werden automatisch Sirene und Personenrufempfänger (Piepser) ausgelöst. Ca. 15 Sekunden nach dem Piepseralarm löst dieser ein zweites Mal aus - der Alarmierungsspruch wird umgesetzt - und gibt den Funkspruch (=Einsatzauftrag) durch. Früher war der Einsatzgrund selbst erst im Feuerwehrhaus vom Tonband her in Erfahrung zu bringen.

c) Brandmeldeanlage
Sobald einer der automatischen Brandmeldeanlagen, welche in einigen Alkovner Gewerbebetrieben bzw. großen Gebäuden wie das Behindertenheim Hartheim installiert sind, anspricht, werden ebenfalls Alarmsirene und Piepser aktiviert.

d) Eigenauslösung
Ab und dann gelangt eine Einsatzmeldung auch direkt ins Feuerwehrhaus. In diesem Fall wird je nach Ermessen und Tageszeit auch die Alarmsirene zur zusätzlichen Alarmierung verwendet.

Einige Feuerwehren haben ihre Sirene verzögert aktiviert. Das heißt, dass zuerst nur über Piepser alarmiert wird und die Sirene läuft erst drei Minuten später ab. Der erste im Feuerwehrhaus Eintreffende kann auf eine Taste drücken und die Sirene wird in Folge nicht mehr aktiviert. In Alkoven war eine derartige Lösung nie ein Thema und wird auch keines werden. Schließlich gibt es immer wieder Kameraden, die keinen Piepser besitzen und weiters ist die Alarmierung über Sirene auch ein unbestrittener Teil der Öffentlichkeitsarbeit. Viele Bürger sind ja immer noch der Meinung, die Feuerwehr fährt nur dann einen Einsatz, wenn die Sirene heult.

Personenrufempfänger ("Piepser")

Die Feuerwehr Alkoven hat bereits 1983 die sogenannte "Stille Alarmierung" ins Leben gerufen. Durch die modernen Bauten (schalldichte Fenster etc.) war das Heulen der Sirene von vielen Kameraden nicht mehr zu hören. Heute, 1999, verfügt die FF Alkoven über rund 45 Personenrufempfänger. Wie bereits im obigen Teil erläutert, werden diese Geräte bei einem Sirenenalarm automatisch aktiviert.  
Der Sinn dieser Alarmierungsmethode liegt aber auch darin, bei kleineren Einsätzen nur einige wenige und ganz bestimmte Mitglieder alarmieren zu können. Beispielsweise wenn nur etwas von der Fahrbahn zu entfernen ist oder im vorhinein bekannt ist, dass nach einem Verkehrsunfall nur ein Auto zu bergen ist, dann kommt nur die Stille Alarmierung zum Einsatz. Die Einsatzkräfte sind in sieben Gruppen aufgeteilt, wobei jede Gruppe 9 Piepser enthält. Je nach dem kann jeder einzeln (Einzelalarmierung), eine ganze Gruppe (Gruppenalarm) oder alle Kameraden (Sammelruf) alarmiert werden.
Die Auslösung ist auch über Telefon möglich, wobei jedoch ein Code notwendig ist, um sich vor Missbrauch zu schützen.

Telefon etc...

Für kleinere oder nicht dringende Einsätze (Wespen, Wasserversorgung u.ä.) wird nach gerne das Telefon verwendet. In vielen Fällen ist aber auch gar keine Alarmierung notwendig, da sich Kameraden im Feuerwehrhaus aufhalten.

Alarmstufen II und III

Zur Unterstützung anderer Feuerwehren bei größeren Einsätzen wie Brände, Unwetter oder Katastrophen wurde die FF Alkoven in die Alarmstufe II der Gemeinden Kirchberg-Thening und Wilhering eingeteilt. In den Gemeinden Fraham, Pupping und Eferding besteht die Einteilung in die Alarmstufe III. Im Bedarfsfall kann die FF Alkoven mit dem AS-Anhänger auch für einige Bereiche im Bezirk Linz-Land angefordert werden.

Tauchdienst

Der Bezirk Eferding weist drei Tauchgruppen auf - eine davon betreibt die Feuerwehr Alkoven seit den 70er Jahren. Von der hiesigen Wehr sind es derzeit acht Taucher die im Bezirk Eferding und Umgebung für Einsätze unter Wasser (Bergung von Gütern / Fahrzeugen, Suche nach vermissten oder ertrunkenen Personen,...) angefordert werden können. Durch das 1997 hinzugekommene Schlauchboot, welches speziell für Taucheinsätze gedacht ist, kann sich das Einsatzgebiet in besonderen Fällen noch erweitern.

Wasserwehr

Ein Arbeitsboot, eine Motorzille, fünf Holzzillen und das beim Tauchdienst genannte Schlauchboot stehen der FF Alkoven für örtliche und auch überörtliche Einsätze auf dem Wasser zur Verfügung. Bei Katastrophen kann unsere Wehr auch zu Hilfseinsätzen in weiter entfernten Gebieten alarmiert werden (z.B. Mühlviertel) 1992 und 2002).

Sonderzüge

Im Bezirk Eferding gibt es so genannte "Eingreiftruppen" für besondere Notfälle innerhalb des Bezirkes oder auch überörtlich (z.B. bei Sturmschäden und dergleichen). Hier ist die Feuerwehr Alkoven in den Zügen "Stromversorgung", "Wasserdienst" und "Sturmschaden" eingeteilt.

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