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Nur - ganz so einfach ist die Sache dann nicht, denn um im Ernstfall so
helfen zu können, wie es erwartet wird, müssen mindestens zwei Voraussetzungen
erfüllt sein:
1. Personal
Das Personal - Hier gleich eines vorweg: Bei den meisten Feuerwehrmitgliedern
handelt es sich keineswegs um hochbezahlte Profis. Die Männer (und Frauen) der
Feuerwehren versehen ihren Dienst am Nächsten ehrenamtlich, d.h. ohne jegliche
Bezahlung. Für ihre Aus- und Weiterbildung und den Besuch von Spezialkursen
müssen sie Urlaub nehmen, die notwendigen Übungen zur Erhaltung bzw.
Verbesserung des Ausbildungsstandes finden in ihrer Freizeit statt. Oder
die Einsätze: Zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit zu sein, jede
Krisensituation unter teilweise enormen psychischen Druck meistern. Oft sind
dabei auch schwere und sehr gefährliche Arbeiten durchzuführen.
2. Ausrüstung
Die Feuerwehrausrüstung: Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge und Geräte,
welche die technischen Voraussetzungen für alle möglichen Hilfeleistungen
schaffen. Da zur Herstellung dieser Ausrüstung naturgemäß nur hochwertiges
Material verwendet werden kann und auch eine lange Stabilität und Haltbarkeit
unter schwierigsten Einsatzbedingungen verlangt wird, ist sie auch relativ
teuer. Und genau hier beginnt es, kritisch zu werden.
Mehr Aufgaben - weniger Geld
Obwohl die Aufgabenstellungen an die Feuerwehren immer umfangreicher werden,
gibt es zur Beschaffung der dafür notwendigen Geräte und vor allem Fahrzeuge
nicht genügend finanzielle Mittel. Sicher, einige Feuerwehren wurden in letzter
Zeit mit modernsten Fahrzeugen ausgestattet, aber sehr viele Feuerwehren müssen
noch mit zum Teil komplett veralteten und zu schwach motorisierten Fahrzeugen
vorlieb nehmen. Konnten sie früher nach 15 Jahren um einen Ersatz ansuchen, so
wurde diese Frist nun auf 20 Jahre hinaufgesetzt. Dies brachte natürlich schon
so manche Probleme mit sich. Aber durch den chronischen Geldmangel kam es dazu,
daß die „Altersgrenze" für Feuerwehrfahrzeuge nun auf ganze 25 Jahre
erweitert wurde. Das heißt: Es muß ein Vierteljahrhundert Dienst versehen,
bevor es durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden kann, sofern die finanziellen
Mittel dafür vorhanden sind; schließlich leiden auch die Gemeinden selbst
immer mehr unter dem finanziellen Notstand.
Die für diesen Missstand Verantwortlichen sind aufgerufen, schnellstens eine
positive Wende herbeizuführen und alle Feuerwehren mit entsprechenden
Fahrzeugen und Geräten auszustatten. Es ist nämlich schlicht und einfach
falsch, immer nur damit zu argumentieren, es koste zu viel. Man kann nicht
einerseits verlangen, die Feuerwehren müssen alles können (auch der
Katastrophenschutz ist hier integriert) und sie andererseits aushungern. Und
überhaupt: Es ist geradezu beschämend, wenn von den zuständigen Stellen immer
nur die Kostenfrage in den Vordergrund gestellt wird und gleichzeitig gerne
übersehen wird, daß alle Feuerwehrmitglieder ihren oft sehr gefährlichen und
anstrengenden Dienst zum Wohle der Allgemeinheit selbstlos und gratis versehen.
Noch dazu leistet die Feuerwehr als „Mädchen für alles" des öfteren
Arbeiten, die gar nicht zu ihren Aufgaben zählen. Außerdem
müsste die Rettung von Menschen, Tieren und Sachwerten den Einsatz aller Mittel
rechtfertigen.
Viel Leistung um wenig Geld?
Feuerwehren, die alles leisten, aber nichts kosten - ein fataler Trugschluss,
der sich bei den alltäglichen Einsätzen für die Betroffenen (Opfer)
katastrophal auswirken würde. Heinz
Zotter, St. Pankraz - KEIN Feuerwehrmitglied!
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