|
Wieder
einmal ist ein Jahr vorübergegangen. Vorweg möchte ich mich bei euch
für die Arbeiten sowohl im Einsatz- als auch im Übungsdienst bedanken.
Doch nicht nur diese Tätigkeiten waren dieses Jahr zu leisten, auch
zahlreiche Arbeiten im Feuerwehrhaus sowie Instandhaltungsarbeiten
waren zu erledigen, um die Schlagkraft unserer Wehr auch dauerhaft
aufrecht zu erhalten.
Oft ist es mit großen Anstrengungen und Schwierigkeiten verbunden,
immer im Interesse der Feuerwehr zu handeln, wie es zB durch die
Anschaffung unseres Hubrettungsgerätes sehr gut demonstriert wurde.
Nachdem wir uns bei der öffentlichen Ausschreibung für ein anderes,
wesentlich preisgünstigeres Vorführgerät entschieden haben, bestreitet
ein finnischer Konkurrenzanbieter gegen die Gemeinde Alkoven immer
wieder den Rechtsweg. Trotz der eingeklagten Geldsummen war unsere
Entscheidung ein Vorführgerät der Firma Lohr-Magirus auszuwählen bei
weitem der kostengünstigere Weg. Ich bin froh, dass wir die
Neuanschaffung unseres Hubrettungsgerätes zum jetzigen Zeitpunkt
bereits über die Bühne gebracht haben. Blickt man in die Zukunft, so
wird die Situation punkto Förderungsmittel sicherlich nicht besser
sondern eher schwieriger. Darüber müssen wir uns alle im Klaren sein.
Auf eines möchte ich noch hinwiesen: Dieses Gerät dient nicht nur der
Sicherheit innerhalb unserer Gemeinde, sondern auch der in den
umliegenden Nachbargemeinden, obwohl sich diese nicht (so wollten wir
das auch) an den Anschaffungs- bzw. Erhaltungskosten beteiligten.
Gerade in unserem Bezirk sorgen nicht nur die Anschaffungskosten,
sondern auch die Reparaturkosten der Drehleiter Eferding über den
KHD-Schilling der Gemeinden des Bezirkes Eferding für großen Unmut bei
den Feuerwehren. Diese eigenartige Finanzierung gibt es nur im Bezirk
Eferding und nur für das eine Stützpunktgerät. Bei anderen
Stützpunktgeräten und -fahrzeugen im Bezirk werden durch die
jeweiligen Standortgemeinden oder der eingeteilten Feuerwehren selbst
die Betriebkosten aufgebracht (wie ASF, Kran, Öl, Taucherausrüstung,
alle Boote, Strahlenschutz, Ölsperren usw. - sehr oft auch
überregional im Einsatz). Selbstverständlich wissen wir auch, dass die
Nutznießer in erster Linie jene Gemeinden sind, wo auch das
Stützpunktfahrzeug steht, sei es im Kommunalbereich sowie auch bei den
Einsätzen (Hochwasser 2002 - Kran, Boote).
Doch was nützt uns das beste Gerät und die beste Ausrüstung, wenn wir
es nicht sinnvoll anwenden können. Übungen, Schulungen, Lehrgänge und
ein Stück Eigeninitiative sind gefragt, um sich als Feuerwehrmann
ständig auf dem Laufenden zu halten. Wir versuchen natürlich unser
Bestes, um es möglichst vielen unserer Feuerwehrmitglieder zu
ermöglichen, Lehrgänge in der Oö. Landes-Feuerwehrschule zu besuchen.
Wünsche können wir haben, doch die Realität sollten wir nicht
vergessen. Einige tragen sich gleich für mehrere Kurse im Jahr ein,
später stellt sich heraus, dass beruflich bzw. schulisch kein
Kursbesuch möglich ist. Schwierig wird es auch mit Kursen die
gesetzlichen Aspekten unterliegen und daher Folgekosten verursachen (zB.
Untersuchungen der Atemschutzträger alle 3 Jahre und Taucher alle
Jahre - Kostenpunkt ca. € 160,-- pro Person). Hier müssen wir in
Zukunft im Sinne der Schlagkraft und in Anbetracht der finanziellen
Mittel der Gemeinde vorgehen.
In dieser Hinsicht ersuche ich um Verständnis, bedanke mich nochmals
bei allen für die Unterstützung auch bei der Bevölkerung sowie bei
unserer Gemeinde..
|