Jahresbericht 2005


Vorwort des Kommandanten

BR Burger

Walter Burger,
Kommandant der
Freiw. Feuerwehr
Alkoven.

Wieder einmal ist ein Jahr vorübergegangen. Vorweg möchte ich mich bei euch für die Arbeiten sowohl im Einsatz- als auch im Übungsdienst bedanken. Doch nicht nur diese Tätigkeiten waren dieses Jahr zu leisten, auch zahlreiche Arbeiten im Feuerwehrhaus sowie Instandhaltungsarbeiten waren zu erledigen, um die Schlagkraft unserer Wehr auch dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Oft ist es mit großen Anstrengungen und Schwierigkeiten verbunden, immer im Interesse der Feuerwehr zu handeln, wie es zB durch die Anschaffung unseres Hubrettungsgerätes sehr gut demonstriert wurde. Nachdem wir uns bei der öffentlichen Ausschreibung für ein anderes, wesentlich preisgünstigeres Vorführgerät entschieden haben, bestreitet ein finnischer Konkurrenzanbieter gegen die Gemeinde Alkoven immer wieder den Rechtsweg. Trotz der eingeklagten Geldsummen war unsere Entscheidung ein Vorführgerät der Firma Lohr-Magirus auszuwählen bei weitem der kostengünstigere Weg. Ich bin froh, dass wir die Neuanschaffung unseres Hubrettungsgerätes zum jetzigen Zeitpunkt bereits über die Bühne gebracht haben. Blickt man in die Zukunft, so wird die Situation punkto Förderungsmittel sicherlich nicht besser sondern eher schwieriger. Darüber müssen wir uns alle im Klaren sein. Auf eines möchte ich noch hinwiesen: Dieses Gerät dient nicht nur der Sicherheit innerhalb unserer Gemeinde, sondern auch der in den umliegenden Nachbargemeinden, obwohl sich diese nicht (so wollten wir das auch) an den Anschaffungs- bzw. Erhaltungskosten beteiligten.
Gerade in unserem Bezirk sorgen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Reparaturkosten der Drehleiter Eferding über den KHD-Schilling der Gemeinden des Bezirkes Eferding für großen Unmut bei den Feuerwehren. Diese eigenartige Finanzierung gibt es nur im Bezirk Eferding und nur für das eine Stützpunktgerät. Bei anderen Stützpunktgeräten und -fahrzeugen im Bezirk werden durch die jeweiligen Standortgemeinden oder der eingeteilten Feuerwehren selbst die Betriebkosten aufgebracht (wie ASF, Kran, Öl, Taucherausrüstung, alle Boote, Strahlenschutz, Ölsperren usw. - sehr oft auch überregional im Einsatz). Selbstverständlich wissen wir auch, dass die Nutznießer in erster Linie jene Gemeinden sind, wo auch das Stützpunktfahrzeug steht, sei es im Kommunalbereich sowie auch bei den Einsätzen (Hochwasser 2002 - Kran, Boote).

Doch was nützt uns das beste Gerät und die beste Ausrüstung, wenn wir es nicht sinnvoll anwenden können. Übungen, Schulungen, Lehrgänge und ein Stück Eigeninitiative sind gefragt, um sich als Feuerwehrmann ständig auf dem Laufenden zu halten. Wir versuchen natürlich unser Bestes, um es möglichst vielen unserer Feuerwehrmitglieder zu ermöglichen, Lehrgänge in der Oö. Landes-Feuerwehrschule zu besuchen. Wünsche können wir haben, doch die Realität sollten wir nicht vergessen. Einige tragen sich gleich für mehrere Kurse im Jahr ein, später stellt sich heraus, dass beruflich bzw. schulisch kein Kursbesuch möglich ist. Schwierig wird es auch mit Kursen die gesetzlichen Aspekten unterliegen und daher Folgekosten verursachen (zB. Untersuchungen der Atemschutzträger alle 3 Jahre und Taucher alle Jahre - Kostenpunkt ca. € 160,-- pro Person). Hier müssen wir in Zukunft im Sinne der Schlagkraft und in Anbetracht der finanziellen Mittel der Gemeinde vorgehen.

In dieser Hinsicht ersuche ich um Verständnis, bedanke mich nochmals bei allen für die Unterstützung auch bei der Bevölkerung sowie bei unserer Gemeinde..