Jahresbericht 2004


Vorwort des Kommandanten

BR Burger

Walter Burger,
Kommandant der
Freiw. Feuerwehr
Alkoven.

Man glaubt es kaum, doch es ist wahr, wiederum verging ein Jahr. Wie alle Jahre, versuche ich, einen kurzen Rückblick über das abgelaufene Geschehen in der Feuerwehr Alkoven zu geben.

Auch wenn das Einsatzgeschehen keine merkliche Steigerung an Einsatzdynamik, Dramatik und Vielzahl mit sich brachte, so hatten wir doch ein erhebliches Pensum zu erfüllen.
Von manchen Bewohnern wird es als selbstverständlich angesehen, jetzt und sofort an jedem Ort, auch bei nicht feuerwehrspezifischen Einsätzen zu agieren. Vieles ist möglich - jedoch nicht alles. Man bemüht sich und versucht, auch Kompromisse zu schaffen. Es schmerzt dann, wenn man sich nach einer Hilfeleistung später anhören muss, dass der FF Alkoven keine Spende bei der Feuerwehrsammlung gegeben wird, weil bei Nutzwassertransport Spuren durch das 18 Tonnen schwere Fahrzeug in der Wiese hinterlassen wurden. Angeblich sollten diese Spuren jedoch durch die Reparatur eines Traktormähwerkes hervorgerufen haben...
Diese Dinge und einiges mehr werden uns auch in Zukunft beschäftigen. Mit dem notwendigen Maß an Pflichterfüllung und mit dem so genannten Fingerspitzengefühl - ohne rechtliche Konsequenzen zu erleben - werden wir auch das schaffen.

Ein bisschen besser erging es mir bei der Ersatzbeschaffung unserer Drehleiter. Was im Vorjahr bei der Jahreshauptversammlung angekündigt wurde, wurde überraschend schnell zur Realität. Mit vorher zuversichtlichen Zusagen nahmen wir an der gemeinsamen Ausschreibung (Wels, Bad Goisern, Freistadt und Alkoven) zur Anschaffung einer Teleskopmastbühne teil.
In Anlehnung der niederösterreichischen Ausschreibung wurde mit dem Magistrat Wels als Verantwortlicher für die Ausschreibung der jederzeitige Ausstieg aus dem Ausschreibungsverfahren festgelegt. Unser eigener Richtwert, die zirka 500.000 Eurogrenze, wurde von allen in Frage kommenden Hubrettungsgeräten erheblich überschritten.
Als Bestbieter im Bezug auf Preis / Leistungsverhältnis ging eine finnische Firma hervor (Summe ca. Euro 529.000,00). Das mit Abstand technisch beste Gerät des deutschen Herstellers Magirus (Summe ca. Euro 586.000,00) schied bei der Bewertung aus Kostengründen deshalb aus. Einige Tage später meldete sich der Vertreter der Fa. Magirus und bot mir das Vorführgerät voll ausgestattet, ½ Jahr alt mit 19.000 Km zum Preis von Euro 485.400,- an.

Als bekannt wurde, dass der Wunsch zum Vorführgerät unsererseits besteht, wurde von dem Vertreter der finnischen Firma alles unternommen, um diesen Kauf zu unterbinden. Beschwerdebriefe über unsere Vorgangsweise wurden an die zuständigen Landesräte Stockinger u. Ackerl sowie an den Verfassungsdienst Dr. Hörmannseder gerichtet. Nach Rücksprache mit der Gemeinde und einem sehr mühsamen Weg können wir im Jänner 2005 dieses Fahrzeug in Betrieb nehmen.

Sorge bereitet mir die Fahrweise einiger Kameraden mit derartigen Fahrzeugen. Denn jeder soll wissen, dass mit hohem Schwerpunkt der Kippmoment nicht zu unterschätzen ist. Gerade beim Kreisverkehr ist dies ein Thema, wenn vor allem grobfahrlässiges Fahrverhalten (wie zu schnell unterwegs) nachgewiesen werden kann. Eine finanzielle Beteiligung des Unfalllenkers ist hier nicht ausgeschlossen wie die Vorfälle bei zwei Unfällen mit Feuerwehrfahrzeugen in Oö 2004 zeigten (StVO + Gelöbnisformel). Nur mit einer sicheren Fahrweise können wir anderen helfen.

Abschließend möchte mich bei allen meinen Feuerwehrkameraden für die geleisteten Einsatz- und Übungsstunden bedanken und für die finanzielle Unterstützung sowohl bei der Bevölkerung und bei der Gemeinde ein herzliches "Vergelt´s Gott" aussprechen..