|
Man
glaubt es kaum, doch es ist wahr, wiederum verging ein Jahr. Wie alle
Jahre, versuche ich, einen kurzen Rückblick über das abgelaufene
Geschehen in der Feuerwehr Alkoven zu geben.
Auch wenn das Einsatzgeschehen keine merkliche Steigerung an
Einsatzdynamik, Dramatik und Vielzahl mit sich brachte, so hatten wir
doch ein erhebliches Pensum zu erfüllen.
Von manchen Bewohnern wird es als selbstverständlich angesehen, jetzt
und sofort an jedem Ort, auch bei nicht feuerwehrspezifischen
Einsätzen zu agieren. Vieles ist möglich - jedoch nicht alles. Man
bemüht sich und versucht, auch Kompromisse zu schaffen. Es schmerzt
dann, wenn man sich nach einer Hilfeleistung später anhören muss, dass
der FF Alkoven keine Spende bei der Feuerwehrsammlung gegeben wird,
weil bei Nutzwassertransport Spuren durch das 18 Tonnen schwere
Fahrzeug in der Wiese hinterlassen wurden. Angeblich sollten diese
Spuren jedoch durch die Reparatur eines Traktormähwerkes hervorgerufen
haben...
Diese Dinge und einiges mehr werden uns auch in Zukunft beschäftigen.
Mit dem notwendigen Maß an Pflichterfüllung und mit dem so genannten
Fingerspitzengefühl - ohne rechtliche Konsequenzen zu erleben - werden
wir auch das schaffen.
Ein bisschen besser erging es mir bei der Ersatzbeschaffung unserer
Drehleiter. Was im Vorjahr bei der Jahreshauptversammlung angekündigt
wurde, wurde überraschend schnell zur Realität. Mit vorher
zuversichtlichen Zusagen nahmen wir an der gemeinsamen Ausschreibung
(Wels, Bad Goisern, Freistadt und Alkoven) zur Anschaffung einer
Teleskopmastbühne teil.
In Anlehnung der niederösterreichischen Ausschreibung wurde mit dem
Magistrat Wels als Verantwortlicher für die Ausschreibung der
jederzeitige Ausstieg aus dem Ausschreibungsverfahren festgelegt.
Unser eigener Richtwert, die zirka 500.000 Eurogrenze, wurde von allen
in Frage kommenden Hubrettungsgeräten erheblich überschritten.
Als Bestbieter im Bezug auf Preis / Leistungsverhältnis ging eine
finnische Firma hervor (Summe ca. Euro 529.000,00). Das mit Abstand
technisch beste Gerät des deutschen Herstellers Magirus (Summe ca.
Euro 586.000,00) schied bei der Bewertung aus Kostengründen deshalb
aus. Einige Tage später meldete sich der Vertreter der Fa. Magirus und
bot mir das Vorführgerät voll ausgestattet, ½ Jahr alt mit 19.000 Km
zum Preis von Euro 485.400,- an.
Als bekannt wurde, dass der Wunsch zum Vorführgerät unsererseits
besteht, wurde von dem Vertreter der finnischen Firma alles
unternommen, um diesen Kauf zu unterbinden. Beschwerdebriefe über
unsere Vorgangsweise wurden an die zuständigen Landesräte Stockinger
u. Ackerl sowie an den Verfassungsdienst Dr. Hörmannseder gerichtet.
Nach Rücksprache mit der Gemeinde und einem sehr mühsamen Weg können
wir im Jänner 2005 dieses Fahrzeug in Betrieb nehmen.
Sorge bereitet mir die Fahrweise einiger Kameraden mit derartigen
Fahrzeugen. Denn jeder soll wissen, dass mit hohem Schwerpunkt der
Kippmoment nicht zu unterschätzen ist. Gerade beim Kreisverkehr ist
dies ein Thema, wenn vor allem grobfahrlässiges Fahrverhalten (wie zu
schnell unterwegs) nachgewiesen werden kann. Eine finanzielle
Beteiligung des Unfalllenkers ist hier nicht ausgeschlossen wie die
Vorfälle bei zwei Unfällen mit Feuerwehrfahrzeugen in Oö 2004 zeigten
(StVO + Gelöbnisformel). Nur mit einer sicheren Fahrweise können wir
anderen helfen.
Abschließend möchte mich bei allen meinen Feuerwehrkameraden für die
geleisteten Einsatz- und Übungsstunden bedanken und für die
finanzielle Unterstützung sowohl bei der Bevölkerung und bei der
Gemeinde ein herzliches "Vergelt´s Gott" aussprechen..
|