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2002
geht als Rekordjahr in die Geschichte der Feuerwehr Alkoven ein. Mehr
als 340 Einsätze ohne Berücksichtigung der Rekordflut im August dieses
Jahres, 569 Hilfeleistungen insgesamt. In „normalen“ Jahren
wurdenbislang rund 260 bis 280 Einsätze registriert...
Die Flut im August zeigte gegenüber der Feuerwehr eine bis dato noch
nie dagewesene Solidarität. Leider blieb diese nicht von allzulanger
Dauer und Wochen nach der Katastrophe wurden bereits wieder erste
Kritiken laut. Trotz des Beiziehens aller Feuerwehren des Bezirkes
Eferding und darüber hinaus und der Leistung mehrerer Tausend
freiwilliger und unbezahlter Einsatzstunden der örtlichen
Einsatzkräfte bestätigte es sich, dass die Kunst, es jeden recht zu
machen, niemand kann.
Die Einsatzkräfte standen inklusive der Mühlviertler Hochwasserhilfe
fast 3 Wochen im Dauereinsatz und konnten aufgrund der enormen Anzahl
an Hilfeleistungen einfach nicht überall sein. Es wurde und wird
versucht, jedem Betroffenen die entsprechende Hilfe zu gewähren,
soweit sie auch wirklich in den Bereich der Feuerwehr fällt. Nach
dieser belastenden Zeit war es aber auch selbstverständlich, dass nach
dem Ende der primären Hochwassereinsätze kaum ein Feuerwehrmitglied
mehr bereit war, nach dem akuten Notstand nochmals sekundäre
Schlammräumungen durchzuführen.
Für Unmut sorgte aber auch die eine oder andere lokale Medienmeldung
von Bewohnern, die der Zeitung gegenüber mitteilten, sie seien über
das Hochwasser nicht informiert worden. Nur welche Möglichkeiten wären
den Einsatzkräften geblieben, wenn niemand zuhause ist? Und wenn alle
Medien rund um die Uhr über das Hochwasser berichten, liegt es auch
nahe, dass – je nach Lage des Wohnortes - auch das eigene Gebäude
betroffen sein könnte. Den Vorwurf der Nichtinformation kann die
Feuerwehr aber auf keinen Fall teilen. Als richtig hat sich auch die
Maßnahme gezeigt, kleinere Feuerwehren zu erhalten. Der heurige Sommer
hat dies deutlich unter Beweis gestellt, dass die Kräfte dieser Wehren
ebenfalls ein unersetzbarer Bestandteil unseres Sicherheitssystems
sind. Weiters stellte sich während der Flut auch heraus, dass die
Wasserwehrausbildung für Feuerwehren aus dem „Hinterland“ eine
sinnvolle Einrichtung war.
Trotz der Vielfalt und Anhäufung unserer Ausrüstung war es
ersichtlich, dass eine überlegte und zweckmäßige Anschaffung von
Einsatzgeräten bei derartigen Ereignissen vor allem den Nutzern (die
ortsansässige Bevölkerung) helfen kann. Damit ist gemeint, dass dieses
Spezialgerät (teilweise auch verlagert) zuerst in der eigenen Gemeinde
zum Tragen kommt und in der weiteren Folge überörtlich eingesetzt
werden kann. Das sollte aber auch der örtlichen Bevölkerung bewusst
werden.
Erwähnenswert ist auch, dass heute nicht nur das Anpacken und die
Muskelkraft entscheidend ist, sondern in schwierigen Situationen
Lösungen zu wählen sind, die letztendlich zum Einsatzerfolg führen.
Gemeinsam getragene Entscheidungen sind dabei immer von Vorteil.
Für das Jahr 2003 wünsche ich alles Gute und bedanke mich bei allen
Kameraden für die überwiegend gute Zusammenarbeit. Ein Dank auch an
unsere befreundeten Einsatzorganisationen für das gute Klima im Zuge
unserer Arbeit.
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