DIVERSE ERSTINFOS ZUR FLUT 2002

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Rund 10.000 Sandsäcke gefüllt und ausgelegt

Sandsäcke

Sandsäcke

Text: Hermann Kollinger          Fotos: Manfred Mayr, Wolfgang Neumayr

Im Gemeindegebiet Alkoven wurden rund 10.000 (könnten ggf. auch mehr sein) Sandsäcke gefüllt und großteils ausgelegt! An dieser Stelle gilt neben den Feuerwehrkräften auch vielen freiwilligen Helfern aus der Bevölkerung ein ganz besonderer Dank!
So stellte ein Landwirt seine Arbeiter vom Gurkenfeld zur Verfügung oder ein Gastwirt schloss gleich sein Lokal, um dem Radioaufruf zur Mithilfe zu folgen!
Bestens bewährt hat sich beim Kranfahrzeug auch die Möglichkeit, die ansonsten mitgeführten Geräte abzuladen, um die Ladefläche voll ausnutzen zu können! Hier bestanden große Vorteile beim Transport der Sandsäcke.

 

Versorgungs- und Koordinationszentrum Feuerwehrhaus

Essensausgabe

Versorgung

Das Feuerwehrhaus Alkoven und dessen Einrichtungen wurden rasch in ein Koordinations- und Versorgungszentrum umfunktioniert! Besonders zugute kam wieder einmal der Florianisaal. Bis zu 300 Personen wurden darin im Wechselbetrieb verköstigt! Die Fahrzeughalle wurde zum Getränke- und Gerätelager umfunktioniert...

Essenslager

Versorgung

Sehr erfreulich auch die Reaktion vieler Einwohner von Alkoven: Permanent wurden Lebensmittel und Mehlspeisen ins Feuerwehrhaus gebracht, um einen Beitrag zur Verpflegung der Helfer zu leisten! Dafür gilt jeden einzelnen ein herzlicher Dank!

Bürgermeister in der Zentrale

Mehlspeisenspenden

Die Einsatzzentrale der Feuerwehr Alkoven war von Montag, 12. August, 7.15 Uhr bis Donnerstag, 15. August 2002, 20.00 Uhr DURCHGEHEND mit zwei Funkern sowie dem Einsatzleiter besetzt. Erst dann wurde der Zentralebetrieb auf die Tagesstunden zurückgeschraubt.

Nächtliche Einsatzzentrale

Einsatzbesprechung mit Bundesheer

Summe summarum herrschte im Feuerwehrhaus ein noch nie da gewesener Betrieb!

 

Sie kamen - und halfen!

Extra aus Tirol

Zivilisten packen mit an!

Sie kamen und halfen - anders lässt sich die Situation eigentlich nicht beschreiben! Eine unerwartete Hilfsbereitschaft setzte ein, die nicht nur aus Einheimischen bestand!
Der 21-jährige Tiroler Johannes Schuchter (linkes Bild, zuhause bei einem Feuerwehrkameraden einquartiert) setzte sich Anfang der Woche einfach in den Nachtzug, um in Oberösterreich zu helfen! In Linz erkundigte er sich dann, wo am nötigsten Helfer gebraucht werden und da das Mühlviertel unerreichbar war, machte er sich mit der Linzer Lokalbahn auf Richtung Eferding. In Alkoven sagte der Schaffner zu ihm, dass hier dringend Hilfe benötigt werden würde und der Feuerwehrmann aus Pfunds in Tirol kam zur FF Alkoven und packte tagelang mit an!
Neben ihm kamen sogar Helfer aus St. Jakob in Tirol, aus Schladming und anderen Bezirken Oberösterreichs!
Teilweise hatten die zivilen Helfer bereits Schanzwerkzeug mit dabei und packten an, wo es nur ging! Unter den Helfern waren auch zahlreiche Frauen, die nicht nur vor Ort mithalfen, sondern auch die Verpflegung sowie die damit verbundenen Arbeiten im Feuerwehrhaus unterstützten.
DAFÜR GILT ALLEN EIN HERZLICHER DANK!

 

Überörtliche Hilfe nicht mehr möglich

 

 

Während die Alkovener Einsatzkräfte bereits im eigenen Gemeindegebiet im Dauereinsatz stand, kamen immer wieder weitere Hilfeansuchen für auswärtige Einsätze. So wäre beispielsweise das Schlauchboot bei der Befreiung eingeschlossener Autolenker auf der Autobahn A7(!!) in Linz als zusätzliches Gerät angefordert worden. Trotz des Einsatzwillens aller Kräfte konnten diesen Ansuchen aber nicht mehr entsprochen werden, die Alkovener Feuerwehrmänner wussten teilweise selbst nicht mehr, wo man als erstes helfen musste. Die Anzahl der Einsatzaufträge war trotz auswärtiger Unterstützung teilweise einfach über dem Machbaren...