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12.
Juli 2002 bis 31. August 2002
Hochwasserflut im
Gemeindegebiet Alkoven -
Größte Überschwemmungen seit 1954! |
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Text: Hermann
Kollinger Fotos: Manfred
Mayr, Wolfgang Neumayr
Die stärkste
Einsatzbelastung, die die FF Alkoven seit dem Hochwasser im Jahre 1954 (siehe
Geschichte) gesehen hat, begann für die Kräfte am Abend des 6. August 2002.
Mit einer Bergung eines Lkws aus der Donau in der Gemeinde Haibach ob der
Donau sollte für die Mitglieder der Wehr eine langwierige, arbeitsreiche Zeit
beginnen. Während Alkoven zu dieser Zeit noch von Hochwasserschäden verschont
blieb, wurde die Wehr zur Hilfeleistung zu den enormen Hochwässern im Raum
Schwertberg (Bezirk Perg) und nach Sandl (Bezirk Freistadt) gerufen. Dort
standen Kräfte der Feuerwehr Alkoven bis am späten Nachmittag des Sonntag, 11.
August 2002, nahezu durchgehend (mit Ablösen) mit dem Kran- und anderen
Feuerwehrfahrzeugen im Hilfeleistungseinsatz. Am Montag, dem 12. August
sollten wiederum Einheiten zur Hilfeleistung ins Mühlviertel. Dazu kam es aber
nicht, denn vor der geplanten Abfahrtszeit um 08.00 Uhr gab es für die FF
Alkoven um 07.15 Uhr ersten Hochwasseralarm. Über die Alarmsirene wurden alle
verfügbaren Kräfte ins Feuerwehrhaus zitiert, Teile der Ortschaft Straßham
waren bereits überflutet....
In Folge musste für den Bezirk Eferding gar Zivil- bzw.
Katastrophenschutzalarm ausgelöst werden!
Im Anschluss folgt lediglich eine erste, unvollständige Kurzzusammenfassung
über die Ereignisse! Der Beitrag wird laufend erweitert! Die Bilder werden
ebenfalls erst nach und nach ergänzt!
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Montag, 12.
August:
Um 07.15 Uhr erfolgte die Alarmierung zu Überflutungen in Straßham, das nicht
zu den primär gefährdeten Bereichen zählen würde! Das Wasser stieg mit enormer
Geschwindigkeit aus dem Gumpoldinger Bach, einige Wohnungen waren bereits bis
zu einer Höhe von 1,70 Meter überflutet! Die Einsatzkräfte konzentrierten sich
in Folge erst einmal auf den Ortsteil in Straßham. Vorbeugende Maßnahmen waren
sogar in den Hanglagen erforderlich! Oberflächenwasser schoss zeitweise mit
enormer Wucht den Hang herunter und durchströmte dabei auch mehrere
Wohngebäude!
Ein zweiter Schwerpunkt galt dem so genannten Weidinger Bach! Dabei musste im
Bereich der B 129 ein Behelfsdamm errichtet werden, um ein vollständiges
Brechen des Dammes in einer Kurve zu vermeiden!
Ganztägig waren Pumparbeiten in der Sonnenblumenstraße sowie vereinzelt auch
in Hartheim notwendig.
Alle verfügbaren Feuerwehren des Bezirkes Eferding rückten nach Alkoven an, um
die FF Alkoven zu unterstützten! Die Alarmierung einer überörtlichen
FuB-Einheit aus einem anderen Bezirk kam nicht in Frage, da keine einzige mehr
zur Verfügung stand!! Alle FuB-Einheiten waren bereits in anderen Bezirken im
Einsatz, im Bezirk Linz-Land halfen bereits Feuerwehren aus Niederösterreich
aus!
Um ca. 08.00 Uhr stellte die Firma Arthofer drei Mischwägen sowie einen
Lkw-Kipper für Sandtransporte zur Verfügung!
Gegen 11.00 Uhr mittags wurden die Radiosender gebeten, einen Aufruf für
zivile Hilfskräfte zu starten! Diesem Aufruf folgten immerhin 60 Personen,
welche in Folge vor allem beim Füllen der Sandsäcke anpackten! In den frühen
Nachmittagsstunden war die Lage in Straßham soweit unter Kontrolle!
Insgesamt standen am 1. Tag rund 150 Kräfte im Einsatz! |
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Gegen 11.00 Uhr mittags wurden die Radiosender gebeten, einen Aufruf für
zivile Hilfskräfte zu starten! Diesem Aufruf folgten immerhin 60 Personen,
welche in Folge vor allem beim Füllen der Sandsäcke anpackten! In den frühen
Nachmittagsstunden war die Lage in Straßham soweit unter Kontrolle!
Insgesamt standen am 1. Tag rund 150 Kräfte im Einsatz! |
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Mittwoch, 14.
August:
Am Mittwoch machte sich die erste spürbare Entspannung breit, der Wasserstand
war rückläufig. Den ganzen Tag über waren Aufräumarbeiten im Ortsteil Straßham
im Gange und zahlreiche Sandsäcke konnten wieder zur Entleerung zur
Sammelstelle nahe des Altstoffsammelzentrums zurücktransportiert werden.
Im Ortsteil Gstocket wurden die ersten Auspumparbeiten in Angriff genommen.
Insgesamt ca. 200 Kräfte standen am 14. August im Hochwassereinsatz. Unter den
angegebenen Helferanzahl befanden sich wieder 46 Angehörige des Bundesheeres. |
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Donnerstag,
15.
August:
Große Teile von Gstocket konnten am Donnerstag mit Traktoren bzw. den größeren
Feuerwehrfahrzeugen wieder befahren werden. In den nach wie vor unerreichbaren
Gebieten musste die Feuerwehr mit Booten erneut Versorgungsfahrten
durchführen, während zeitgleich die Auspumparbeiten fortgesetzt werden
konnten. Zudem wurde damit begonnen, die durch die Wasser- und Schlammmassen
zerstörten Güter einzusammeln und ins Altstoffsammelzentrum Alkoven zu
bringen. Dieses erreichte jedoch rasch die Grenze der Aufnahmefähigkeit dieses
Sperrmülls, so dass der Beschluss gefasst wurde, die große Fläche des
Rübenplatzes in Emling als Groß-Lagerplatz zu verwenden!
Im Laufe des Tages konnten rund zwei Drittel der nicht durch Grundwasser
überfluteten Gebäude ausgepumpt werden. Zur besseren Koordinierung wurde
Gstocket dazu in 5 Einsatzabschnitte geteilt, wobei jeder Abschnitt von einem
Abschnitts-Einsatzleiter geführt wurde.
Ebenfalls zum Einsatz kam ein Ölpumpfahrzeug. Die Überflutungen brachten
leider auch in Alkoven mit sich, dass mehrere Heizöltanks barsten und das Öl
sich unter die Wassermassen mischte.
An diesem Tag stand die höchste Anzahl an Helfern im Einsatz: Knapp 350
Personen halfen bei den Hochwassereinsätzen (110 Bundesheer, 170
Feuerwehrmitglieder - davon 46 der FuB-Einheit des Bezirkes Wels Land - und
ca. 70 zivile Helfer.
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Freitag,
16.
August:
Das Hauptaugenmerk der Aufräumungsarbeiten galt an diesem Tag den Verwüstungen
im FKK-Gelände in Gstocket! Vor allem das Bundesheer, aber auch zahlreiche
Feuerwehrkräfte kämpften an diesem Tag in diesem Gebiet gegen Schlamm,
umgestürzte Bäume und zerstörte Güter!
In Gstocket konnten fallweise weitere Pumparbeiten durchgeführt und die
Einsatzabschnitte auf 2 reduziert werden. Weiters wurden Holzschäden
aufgearbeitet und mit Straßenreinigungsarbeiten begonnen.
Rund 250 Helfer (davon 45 Bundesheer und 60 Freiwillige) standen erneut im
unermüdlichen Hochwassereinsatz! |
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Samstag,
17.
August:
Erneut gingen ca. 200 Kräfte (20 Bundesheer, 100 Feuerwehr und knapp 80
Freiwillige) am Samstag in den Aufräumungseinsatz. Wiederum wurden vor allem
im FKK-Gelände weitere Aufräumarbeiten durchgeführt. Zudem wurden auch die
Entsorgungsfahrten für die zerstörten Güter wieder aufgenommen. Zahlreiche
Straßenabschnitte wurde mit den Straßenwaschanlagen der Tanklöschfahrzeuge
gereinigt.
Die Helfer standen wieder bis in die Abendstunden im Einsatz und konnten den
Mammutanteil der erforderlichen Arbeiten bewältigen. Bis auf das Bundesheer
konnten alle auswärtigen Feuerwehren am Abend des 17. August 2002 wieder
abrücken! |
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Nach mehr als
eineinhalb Wochen Dauereinsatz wurde für
Sonntag, dem 18. August 2002,
eine nahezu vollständige Einsatzpause festgelegt, da alle dringlichen Arbeiten
soweit abgeschlossen werden konnten.
Das Bundesheer sowie einige Freiwillige waren am Sonntag, dem 18. August, am Rübenplatz in Emling
nach wie vor damit beschäftigt, die erforderlichen
Sortierarbeiten am Rübenplatz vornehmen. Weitere Freiwillige, die noch ins
Feuerwehrhaus erscheinen, halfen bei den ersten Reinigungsarbeiten im
Feuerwehrhaus Alkoven, während die Mitglieder selbst die vollständige
Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge wieder herstellten.
Am Nachmittag wurde in Gstocket noch eine mehrstündige Pumparbeit
durchgeführt. Für Mittwoch, dem 21. August 2002 wurde ein Reinigungstag
für das gesamte Feuerwehrhaus festgelegt! Alle Freiwilligen sind herzlich
eingeladen, dabei mitzuhelfen! |
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Montag,
19.
August 2002:
Dieser Tag stand erneut im Zeichen der Reinigungsarbeiten an den
Feuerwehrgeräten und im Feuerwehrhaus. Weiters wurden einige Kontrollfahrten
zu verschiedenen Hausbrunnen gemacht. Das Abpumpen dieser Brunnen ist aufgrund
des nach wie vor hohen Grundwasserspiegels nach wie vor nicht sinnvoll.
Dennoch wurden im Bereich Gstocket zwei Auspumparbeiten an Kellern
durchgeführt, zwei weitere Auspumparbeiten wurden von der Feuerwehr Polsing
absolviert. Der Einsatztag endete um ca. 17.30 Uhr.
Neben diesen Hilfeleistungen musste die FF Alkoven an diesem Tag auch zu einem
Brandeinsatz sowie zu einer Traktorbergung ausrücken. Diese Einsätze finden
Sie in den Einsatzberichten, 2002 - August 2 |
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Dienstag,
20.
August 2002:
Die noch unter Wasser stehenden Keller bzw. die noch auszupumpenden Brunnen
konnten aufgrund des nach wie vor hohen Grundwasserspiegels auch an diesem Tag
noch nicht bewältigt werden. Die gröbsten Aufräumarbeiten im Feuerwehrhaus und
die notwendigen Reinigungsarbeiten an den Geräten konnten durchgeführt werden.
Nahe des FKK-Geländes wurden mit dem Kranfahrzeug noch drei in die Aschach
gestürzte bzw. in die Aschach hängende Bäume entfernt. |
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Mittwoch,
21.
August 2002:
Dieser Tag gestaltete sich frei von Einsätzen, denn es galt
primär, das Feuerwehrhaus wieder auf Hochglanz zu bringen. Sieben Freiwillige
stellten ihre Dienste zur Verfügung und säuberten Saal, Einsatzzentrale,
Stiegenhaus, Aufenthaltsraum und Keller! Nun wurde der Ausgangszustand wieder
hergestellt und hinsichtlich Reinheit sogar übertroffen. |