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Großübung Fa. Accord 2001 |
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Ein angenommenes Großfeuer in einer Fensterprofilfirma in Alkoven war am Samstag, dem 6. Oktober 2001, Übungsanlass für 18 der 20 Feuerwehren des Bezirkes Eferding sowie für die Feuerwehr
Wels. In das Übungsgeschehen wurden auch die entsprechenden Behördenstellen wie Bezirkshauptmannschaft, Gemeinde und Gendarmerie eingebunden. |
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Samstag, 6. Oktober 2001, 15.00 Uhr: Über die automatische Brandmeldeanlage wurde die Freiw. Feuerwehr Alkoven an diesem Tag zu einem Brandalarm in der Fa. Accord gerufen. Die örtliche Wehr rückte daraufhin mit allen sechs Fahrzeugen zum ca.1 km entfernten Brandobjekt ab. Zeitgleich wurde auch die Feuerwehr Polsing, die 2. Feuerwehr der Gemeinde Alkoven, zum Einsatzort gerufen, welche sich mit zwei Fahrzeugen in Marsch setzte. |
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Im Firmengelände angekommen zeigte sich, dass der Brand im Bereich der Laminierungsanlage ausgebrochen war und rasch um sich griff. Aufgrund der freiwerdenden Salzsäuredämpfe konnten die Atemschutztrupps der Feuerwehr nur mit schwerem Atemschutz und Schutzanzügen der Schutzstufe II ins Gebäudeinnere vordringen. Während erste Trupps einen Innenangriff begannen, wurde über die Drehleiter die Kühlung der vier Rohstoffsilos im Innenhof der Firma vorgenommen. Weiters wurde auch das Kranfahrzeug der FF Alkoven in Stellung gebracht, über das erstmals eine selbst entworfene Löschvorrichtung für die Brandbekämpfung in der Praxis getestet wurde. Hier zeigte sich, dass damit zusätzlich zur Drehleiter eine optimale Brandbekämpfung von oben her durchgeführt werden kann. |
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Da sich das angenommene Feuer mehr und mehr ausdehnte wurden die Feuerwehren der Alarmstufen II und III (für den Übungsfall nur jene des Bezirkes Eferding) alarmiert. Diese rückten mit weiteren Tanklöschfahrzeugen sowie einer zusätzlichen Drehleiter nach Alkoven an, um die Brandbekämpfung von anderen Gebäudeseiten zu unterstützen. Immer wieder mussten neue Atemschutztrupps mit Schutzanzügen ins das künstlich verqualmte Gebäudeinnere vordringen, um sowohl das Feuer zu bekämpfen, als auch verschiedenste Rohstoffe aus den Produktionshallen zu bergen. Vor allem für die im Innenangriff eingesetzten Feuerwehrmänner stellten die Arbeiten mit den Schutzanzügen ganz besondere körperliche Belastungen dar. |
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Mit den Kräften der Alarmstufen I bis III konnte nicht das Auslangen gefunden werden, da zum einen zwei Löschwasserleitungen aufgebaut werden mussten und zum anderen weitere Kräfte für die Brandbekämpfung sowie die Bergungsarbeiten erforderlich waren. Aus diesem Grunde entschloss sich die Einsatzleitung, auch die FuB-Bereitschaft (Feuerlösch- und Bergeeinheiten) des Bezirkes Eferding zu alarmieren. Damit waren ab diesem Zeitpunkt 18 der 20 Feuerwehren des Bezirkes Eferding bei der Großübung eingesetzt. Die durch den Brand freiwerdenden Substanzen sowie die erforderliche Dekontaminierung der Einsatzkräfte mit den Schutzanzügen machte es ebenso erforderlich, das Gefährliche Stoffe Fahrzeug der Feuerwehr Wels nach Alkoven zu beordern. Dessen Aufgabe war es, zum einen Schadstoffmessungen durchzuführen und eben die im Innenangriff eingesetzten Kräfte bzw. deren Schutzanzüge zu reinigen. Die später durchgeführten Schadstoffmessungen ergaben glücklicherweise nur geringe, für die Bevölkerung ungefährliche Mengen an Vinylchlorid und Salzsäure. |
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Die nach und nach eintreffenden Einheiten des FuB-Zuges begannen unverzüglich, von den Radkovsky-Teichen zwei Löschwasserleitungen (jeweils rund 700 Meter) zur Einsatzstelle aufzubauen. Ein Problem im Ernstfall würden die stark frequentierte Bundesstraße 129 sowie die Schienentrasse der Linzer Lokalbahn darstellen. Im Einsatzfalle würden die Löschwasserleitungen vor allem in der Erstphase eine Sperre beider Verkehrswege erforderlich machen. Für den Übungsfall wurde vorgesorgt: Unterhalb der B 129 führt ein Kanalschacht, der es erlaubt, zwei B-Schläuche unter die Straße zu legen. Diese wurden bereits am Vortag verlegt. Die Linzer Lokalbahn bereitete eine kleine Trasse vor, um die Löschwasserleitung zwischen zwei Bahnschwellen unterhalb der Schienen verlegen zu können. |
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