|
Schulung: "Der Nachwuchs entscheidet" |
|
|
|
|
|
Hinten stehen und schauen, welche Befehle der Einsatzleiter gibt ist immer einfacher, als selbst der Verantwortliche zu sein und die Entscheidungen treffen zu müssen.“ Um auch der jüngeren Aktivmannschaft einmal die Situation des Verantwortungs- und Entscheidungsträgers zu vermitteln, wurde eine Schulung der Feuerwehren Alkoven und Polsing am Abend des 4. Oktober 2006 ganz unter dieses Motto gestellt. Drei Einsatzszenarien warteten auf die Übungsteilnehmer, wobei ganz bewusst als jeweiliger „Einsatzleiter“ ein junger Feuerwehrmann ausgewählt wurde. |
|
|
|
|
|
Szenario 1 – Unfall in Unterführung: In einer Straßenunterführung hat sich ein Verkehrsunfall mit drei Personen ereignet. Dabei wurde ein gerade diesen Fahrbahnteil passierender Fußgänger zwischen einem Pkw und der Mauer eingeklemmt. Vor und hinter dem betreffenden Unfallauto stand jeweils ein weiteres Auto, dessen Lenker verletzt, aber nicht eingeklemmt waren. Bei Beginn der Erkundung des Szenarios durch den Einsatzleiter kam es dann auch noch zu einer – durch eine Rauchbombe hervorgerufene – Rauchentwicklung. |
|
|
|
|
|
Bewusst wurde dabei der Aktivnachwuchs auch etwas auf die Probe gestellt. So kam in der Anlaufphase des Einsatzes ein erfahrener Feuerwehrmann hinzu, der die Männer zusätzlich mit seinen Vorstellungen der Problemlösung beeinflusste. Ganz so, wie es durchaus auch in der Praxis vorkommen könnte. Die zum Ziel führenden Varianten der Lösung des Einsatzes reichten vom Einsatz eines Hebekissens, um den Pkw soweit vom Eingeklemmten zu drücken, dass genügend Raum zur Verfügung steht, bis zum Einsatz eines hydraulischen Rettungsgerätes zwischen Fahrzeugrad und Mauer, das ebenfalls zum gleichen Resultat führte. |
|
|
|
|
|
Zwar war im einen oder anderen Fall ein entsprechender Umweg zum Ziel zu bemerken, der Lerneffekt daraus wurde auf diese Weise jedoch umso größer. Einfachste Mittel wie das simple Wegrollen eines noch fahrbereiten Fahrzeuges werden immer wieder einmal übersehen, da gerne einfach zu technisch gedacht wird, was die zur Verfügung stehenden Geräte betrifft. Summa summarum jedoch eine sehr lehrreiche Station für die Beteiligten. |
|
|
|
|
|
Szenario 2 – Silorettung: Der Herbst ist die Zeit von Gärgasunfällen in Silos – somit war auch die am 4. Oktober vorhandene Möglichkeit, ein derartiges Szenario zu beüben, ausgezeichnet. Hierbei galt es, mit möglichst einfachen Mitteln eine in einen Silo gestürzte Person zu retten. Hierbei nutzen die jungen Entscheidungsträger eine Schiebeleiter, die vorsichtig von der Öffnung am Dach ins Siloinnere geführt wurde. |
|
|
|
|
|
Ein Atemschutzträger stieg anschließend mit einem Sitzgeschirr zum Opfer ab, welches in der Folge mit dem Hilfsmittel wieder per Seil über die Luke am Dach ins Freie geseilt wurde. |
|
|
|
|
|
Szenario 3 – Kranbergung: Das dritte Szenario galt der Besatzung des Kranfahrzeuges, welche mit der Bergung von einem verunglückten Transporter beauftragt wurde. Eine schwierige Erreichbarkeit des Fahrzeuges sowie eine vorbeiführende Hochspannungsleitung waren die Stolpersteine für diese Truppe. |
|
|
|
|
|
Dabei wurde darauf geachtet, ob der junge Einsatzleiter auch auf die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen wie das Abschalten der Stromversorgung oder auch das korrekte Aufstellen des Kranfahrzeuges Rücksicht nimmt. |
|