Technische Übung - Schwerer Verkehrsunfall

Ein schwerer Verkehrsunfall mit Menschenrettung war am Abend des 6. April 2005 Ausbildungsthema bei der Freiw. Feuerwehr Alkoven sowie bei der FF Polsing. Die Einsatzübung war darauf aufgebaut, vor allem auch den jungen Feuerwehrleuten im Aktivdienst die Möglichkeit zu bieten, möglichst realistisch ein Unfallszenario abzuarbeiten mit mitzuverfolgen.

In der Ortschaft Kleinhart war es zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem eines der beteiligten Unfallfahrzeuge über eine Böschung in ein Feld stürzte. Dabei wurde eine Person aus dem Fahrzeug geschleudert und unter dem seitlich liegenden Pkw begraben. Im Fahrzeug befanden sich zwei weitere Verletzte.
Da die Verletzten im seitlich liegenden Pkw ansprechbar waren und über keine Rückenschmerzen klagten, wäre es laut anwesenden Gemeindearzt Dr. Aumayr bereits in der Erstphase möglich gewesen, den Pkw sanft wieder aufzustellen und erst dann die Menschenrettung vorzunehmen. Bewusst sollte aber bei der vorliegenden Übung die Möglichkeit zum Aufstellen des Pkws nicht zur Anwendung kommen.

In der Erstphase wurden somit Hebekissen unter das Fahrzeug gebracht, um dieses soweit anzuheben, damit die darunter liegende Person geborgen werden könnte. Die Puppe wurde bereits in der Anfangsphase vom Arzt für tot erklärt, so dass sich die Arbeiten vorerst auf das Befreien der Personen im Pkw konzentrierten. Im realen Ernstfall würde jedoch die Bergung des Todesopfers im direkten Arbeitsbereich der Einsatzkräfte jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt erfolgen.

So konnten sich die Feuerwehrleute aber auf die Menschenrettung konzentrieren. Während die FF Polsing die Personenrettung aus dem zweiten beteilgten Pkw vornahm, wurde von den Alkovener Kräften ein Zugang zum auf der Seite liegenden Fahrzeug geschaffen, um den Lenker und in weiterer Folge auch die zweite Person zu befreien. Beide Opfer wurden zuvor vom Samariterbund Alkoven geschminkt, der auch die Betreuung und den Abtransport der Verletzten übernommen hatte.
Abschließend wurde der seitlich liegende Pkw als Kranschulungseinlage mit dem Kran des Kranfahrzeuges geborgen.

In der anschließenden Übungsbesprechung wurden auch andere Varianten angesprochen bzw. die Übung diskutiert. Ebenso wurde von ärztlicher Seite angesprochen, dass man es bemerkt, dass bei den Feuerwehren der Begriff "schonendes Bergen und Retten" mehr und mehr greift. Es sollte aber ein Mittelweg zwischen zügiger und schonender Bergung gefunden werden und die Arbeit einfach mit Maß und Ziel in bekannter Weise erfolgen.

 

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